Apherese – Blutreinigung: Wirkung, Ablauf & Einsatzgebiete
Die Apherese bei Mein Bluttuning in Bayern ist ein modernes Verfahren der Blutreinigung, bei dem gezielt belastende Stoffe wie Lipoproteine, Entzündungsmediatoren oder bestimmte Antikörper aus dem Blut entfernt werden können.
„Gezielte Filtration statt pauschaler Therapie. Jede Behandlung beginnt mit Ihrem Befund.“
— dr. med. univ. Dieter Schmidt
Apherese, abgeleitet vom griechischen aphairesis (Wegnahme), ist ein medizinisches Verfahren, bei dem Blut dem Körper entnommen, außerhalb des Körpers gezielt gefiltert und anschließend wieder zurückgeführt wird. Ziel ist die selektive Entfernung bestimmter belastender Bestandteile aus dem Blut.
Auch bekannt als
- Blutreinigung
- Blutwäsche
- Lipidapherese
- Immunapherese
- H.E.L.P.-Apherese
Im Unterschied zur Dialyse, die vorwiegend bei Nierenversagen eingesetzt wird, richtet sich die Apherese spezifisch gegen einzelne Substanzen: erhöhte Lipoproteine wie LDL oder Lp(a), Entzündungsmediatoren, Antikörper oder andere pathologische Blutbestandteile. Das Verfahren kann bei einer Vielzahl von Erkrankungen sinnvoll sein, bei denen konventionelle Therapien nicht ausreichen oder als Ergänzung eingesetzt werden.
Die individuelle Eignung wird bei Mein Bluttuning auf Basis einer ausführlichen Anamnese und aktueller Labordiagnostik immer ärztlich abgeklärt.

Machen Sie den nächsten Schritt zu besserer Gesundheit.
Ob eine Apherese für Sie infrage kommt, klären wir in einem ärztlichen Erstgespräch auf Basis Ihrer Laborwerte und Ihrer Vorgeschichte. Vereinbaren Sie Ihren Termin.
- Funktionsprinzip
Wie funktioniert die Blutreinigung?
Bei der Apherese wird Blut extrakorporal, also außerhalb des Körpers, aufbereitet. Der Ablauf folgt einem klar definierten, medizinisch überwachten Prozess.
Blutentnahme
Über einen venösen Zugang wird kontinuierlich Blut entnommen und dem Apherese-System zugeführt. Der Eingriff ist vergleichbar mit einer Blutspende, wobei der Patient dabei entspannt liegt.
Filtration & Trennung
Das entnommene Blut wird in seine Bestandteile aufgetrennt - typischerweise in Plasma und zelluläre Anteile. Dazu kommen je nach Verfahren Zentrifugation oder spezielle Filtermembranen zum Einsatz.
Gezielte Entfernung
Spezifische Adsorbersäulen oder chemische Prozesse entfernen gezielt die belastenden Substanzen wie LDL, Lp(a), Antikörper oder Entzündungsmediatoren aus dem Plasma. Gesunde Blutbestandteile bleiben erhalten.
Rückführung
Das gereinigte Blut bzw. Plasma wird dem Körper wieder zugeführt. Die Behandlung dauert in der Regel zwei bis vier Stunden und findet unter kontinuierlicher ärztlicher Überwachung statt.
- Verfahren
Welche Arten der Apherese gibt es?
Je nach Erkrankung und Zielsubstanz wird das passende Apherese-Verfahren ausgewählt. Die Entscheidung erfolgt individuell nach ärztlicher Einschätzung und Labordiagnostik.
H.E.L.P.-Apherese
Heparin-induzierte Extrakorporale LDL-Präzipitation. Eines der am besten untersuchten Verfahren zur Behandlung erhöhter Lipoproteinspiegel. Entfernt gleichzeitig LDL, Lp(a) und Fibrinogen und kann die Fließeigenschaften des Blutes verbessern.
LDL-Apherese
Gezielte Entfernung von LDL-Cholesterin, wenn medikamentöse Therapien nicht ausreichen oder nicht vertragen werden. Besonders relevant bei familiärer Hypercholesterinämie mit stark erhöhtem kardiovaskulärem Risiko.
Lipoprotein(a)-Apherese
Lp(a) ist ein genetisch determinierter, unabhängiger Risikofaktor für kardiovaskuläre Erkrankungen, der durch Diät oder Medikamente kaum beeinflusst werden kann. Die Lipoprotein(a)-Apherese bietet eine der wenigen wirksamen Möglichkeiten zur Reduktion.
Immunapherese
Selektive Entfernung von Antikörpern und Immunkomplexen aus dem Blutplasma. Wird eingesetzt bei bestimmten Autoimmunerkrankungen, bei denen pathologische Antikörper die Krankheitsursache darstellen.
Detox-Apherese
Breitbandige Filtration zur Reduktion chronischer Belastungen wie Entzündungsmediatoren und Stoffwechselendprodukte. Wird nach ärztlicher Indikationsstellung im Rahmen eines Gesamtkonzepts eingesetzt.
Welches Verfahren ist das richtige?
Die Wahl des Apherese-Verfahrens hängt von Ihrer spezifischen Diagnose, Ihren Laborwerten und Ihrer Vorgeschichte ab. Eine ärztliche Einschätzung ist immer Voraussetzung.
Wann kann Apherese sinnvoll sein?
- Erhöhtes Lipoprotein(a) - genetisch bedingter Risikofaktor, der sich medikamentös kaum senken lässt
- Familiäre Hypercholesterinämie - stark erhöhtes LDL-Cholesterin bei genetischer Ursache
- Chronische Entzündungen - persistierende Entzündungsmarker trotz konventioneller Therapie
Wir beraten auch Menschen mit anhaltenden Beschwerden nach einer COVID-19-Erkrankung. Ob eine Apherese im Einzelfall in Frage kommt, klären wir nach ausführlicher Diagnostik und Aufklärung. Wichtig zu wissen ist, dass eine Wirksamkeit der Apherese bei Long- oder Post-COVID wissenschaftlich bisher nicht belegt ist. Die Behandlung ist deshalb ein individueller Therapieversuch.
Darüber hinaus setzen wir die Apherese nach ausführlicher Diagnostik als individuellen Behandlungsansatz ein, zum Beispiel bei nachgewiesenen Belastungen durch Umweltstoffe oder bei chronisch-entzündlichen Beschwerdebildern. Ob das im Einzelfall sinnvoll ist, klären wir im ärztlichen Gespräch.
Die individuelle Eignung sollte immer ärztlich abgeklärt werden. Ob eine Apherese in Ihrem Fall sinnvoll ist, hängt von Ihrer spezifischen Situation, Ihren Laborwerten und Ihrer gesundheitlichen Vorgeschichte ab.
Ablauf einer Apherese-Behandlung
Von der ersten Kontaktaufnahme bis zur Nachbetreuung folgt jede Behandlung bei Mein Bluttuning einem strukturierten, individuell angepassten Prozess.
01
Ärztliches Erstgespräch
Ausführliche Anamnese, Besprechung Ihrer Symptome, Vorerkrankungen und Therapieziele. Gemeinsame Einschätzung, ob eine Apherese sinnvoll erscheint und welches Verfahren in Frage kommt.
02
Laboranalyse & Diagnostik
Umfassende Blutanalyse mit relevanten Parametern wie Lipidstatus, Lp(a), Entzündungsmarker, Immunparameter und weitere Werte je nach Fragestellung. Basis für alle weiteren Entscheidungen.
03
Individuelle Therapieplanung
Auf Basis der Laborwerte und des Erstgesprächs wird ein maßgeschneiderter Therapieplan erstellt: Verfahrenswahl, Behandlungsfrequenz und Begleitmaßnahmen werden gemeinsam festgelegt.
04
Durchführung der Apherese
Die eigentliche Behandlung dauert in der Regel zwei bis vier Stunden. Sie findet in einer ruhigen, medizinisch überwachten Umgebung statt. Die meisten Patienten empfinden die Behandlung als gut verträglich.
05
Nachbetreuung & Verlaufskontrolle
Nach der Behandlung erfolgt eine Laborkontrolle zur Überprüfung der Therapieeffekte. Je nach Befund und Therapieziel wird der weitere Behandlungsplan angepasst.
Apherese bei Mein Bluttuning
Bei Mein Bluttuning wird die Apherese nicht isoliert betrachtet, sondern in ein ganzheitliches diagnostisches und therapeutisches Konzept eingebettet. Grundlage sind eine ausführliche Anamnese, moderne Labordiagnostik und eine individuelle ärztliche Einschätzung.
- Kein Verfahren ohne vorherige Labordiagnostik und ärztliche Indikationsstellung
- Einbettung in ein ganzheitliches Behandlungskonzept. Apherese als eine von mehreren Maßnahmen
- Verlaufsmessung nach jeder Behandlungsserie zur Wirksamkeitskontrolle
- Kombinierbar mit Infusionstherapie, Blood Laser und Mikrobiom-Aufbau
- Transparente Kommunikation über Möglichkeiten und Grenzen des Verfahrens

- Unsere Herangehensweise
Apherese ist ein Werkzeug, nicht die Antwort.
Wirksame Therapie beginnt mit Verstehen: Was belastet das Blut? Warum? Und wie lässt sich das dauerhaft verändern? Die Apherese ist ein präzises Instrument in einem größeren diagnostischen und therapeutischen Konzept.
„Wir setzen die Apherese dort ein, wo sie nachweislich wirkt - und nur dann, wenn die Indikation klar belegt ist. Unser Anspruch ist präzise Medizin, keine pauschale Therapie."
dr. med. univ. Dieter Schmidt
Häufige Fragen zur Apherese
Was ist der Unterschied zwischen Apherese und Blutwäsche?
Die Begriffe werden häufig synonym verwendet. Streng genommen bezeichnet „Blutwäsche“ umgangssprachlich jede extrakorporale Blutbehandlung, also auch die Dialyse. Die Apherese ist ein spezifischeres Verfahren, das nicht auf Nierenversagen beschränkt ist, sondern gezielt einzelne Substanzen aus dem Blut entfernt.
Wie lange dauert eine Apherese-Behandlung?
Eine einzelne Apherese-Sitzung dauert in der Regel zwei bis vier Stunden. Die Dauer kann je nach Verfahren, behandeltem Blutvolumen und individuellem Therapieziel variieren. Die genaue Behandlungsdauer wird im Vorfeld besprochen.
Ist die Apherese schmerzhaft?
Die meisten Patienten empfinden die Behandlung als gut verträglich. Zu Beginn erfolgt eine venöse Punktion, vergleichbar mit einer Blutabnahme. Während der Behandlung selbst sind Schmerzen unüblich. Leichte Müdigkeit nach der Sitzung ist möglich und normal.
Wie oft wird eine Apherese durchgeführt?
Das hängt von der Indikation und dem Therapieziel ab. Manche Patienten benötigen eine einmalige oder wenige Behandlungen, bei anderen, beispielsweise bei familiärer Hypercholesterinämie, wird die Apherese in regelmäßigen Abständen durchgeführt. Die Frequenz wird individuell festgelegt.
Für wen ist Apherese geeignet?
Die Apherese kann sinnvoll sein bei erhöhtem Lp(a), familiärer Hypercholesterinämie, bestimmten Autoimmunerkrankungen, Long Covid oder chronischen Entzündungen. Die Eignung hängt immer von der individuellen Situation ab und wird ärztlich abgeklärt. Nicht jede Erkrankung ist eine Indikation.
Welche Nebenwirkungen kann es geben?
Apherese gilt bei korrekter Indikation als sicheres Verfahren. Mögliche Nebenwirkungen umfassen vorübergehend niedrigen Blutdruck, Müdigkeit, leichte Kreislaufbeschwerden oder Reaktionen an der Einstichstelle. Schwerwiegende Komplikationen sind selten und werden durch kontinuierliche ärztliche Überwachung minimiert.
Apherese individuell ärztlich abklären lassen.
Ob eine Apherese in Ihrem Fall sinnvoll ist, hängt von Ihrer individuellen Situation, Ihren Laborwerten und Ihrer gesundheitlichen Vorgeschichte ab. Sprechen Sie mit uns.
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