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Blutwerte verstehen und Referenzbereiche richtig einordnen

Blutwerte verstehen und Referenzbereiche richtig einordnen

Inhaltsverzeichnis

Blutwerte stehen selten für sich allein. Auf einem Laborbefund erscheinen Zahlen, Einheiten und Referenzbereiche, häufig ergänzt durch Markierungen wie „zu hoch“ oder „zu niedrig“. Das wirkt eindeutig. Medizinisch beginnt die Einordnung jedoch meist erst an diesem Punkt.

Ein Wert innerhalb des Referenzbereichs kann zu einem unauffälligen Befund passen. Er schließt Beschwerden oder beginnende Veränderungen aber nicht automatisch aus. Umgekehrt bedeutet eine geringe Abweichung nicht zwangsläufig, dass eine Erkrankung vorliegt.

Entscheidend sind die untersuchten Parameter, die persönliche Situation, mögliche Einflussfaktoren, das Zusammenspiel mit weiteren Befunden und vor allem die Betrachtungsweise, gerade in Bezug auf die individuelle Zielsetzung in der entsprechenden Lebenssituation (z.B. Leistung, Burn-out, Burn-out-Prophylaxe, Wechseljahre, Erkrankungen u.v.a.m). Wer Blutwerte verstehen möchte, sollte deshalb nicht nur auf einzelne Zahlen schauen. Wichtig ist die Frage, wie der Referenzbereich entstanden ist, wie stabil der Wert bei derselben Person ist und welche Bedeutung er im medizinischen Gesamtkontext hat.

bild blutwerte

Was ist ein Referenzbereich bei Blutwerten?

Ein Referenzbereich beschreibt den Bereich, in dem die Messergebnisse einer festgelegten Referenzgruppe liegen. Häufig umfasst er die mittleren 95 Prozent der Werte dieser Gruppe. Das bedeutet zugleich: Auch bei gesunden Personen können einzelne Ergebnisse außerhalb des angegebenen Bereichs liegen.

Die Definition “gesund” erfolgt hierbei jedoch leider nach dem Ausschlussprinzip. D.h. wenn keine Diagnose gestellt wurde. Folglich werden versteckte, also subklinische Erkrankungen mit in die Referenzgruppe einbezogen. Es werden eben nicht leistungsfähige, glückliche, gesunde Menschen als Referenzgruppe ausgewählt, bei denen der Stoffwechsel und sämtliche Körperfunktionen optimal funktionieren.

Ein weiterer wesentlicher Punkt ist, dass die Werte, die dort stehen, nicht als absolut betrachtet werden können. Sie hängen nicht nur wie schon erwähnt von den Einheiten, der Referenzgruppe, die Anzahl der Messungen des Labors, sondern entscheidend auch von der Bestimmungsmethode des jeweiligen Labors ab. Diese können von Labor zu Labor variieren.

So ist wenig erstaunlich, dass der Versuch eines renommierten Hormonlabors die Blutprobe einer Person in 50 verschiedene Labore einzusenden, mit dem Ergebnis von 50 verschiedenen Laborergebnissen ausging.

All diese genannten Faktoren; Einheiten, Bestimmungsmethoden, Vollblut oder Plasma, Referenzgruppen, etc. sind für die wenigsten Werte international standardisiert.

Der Referenzbereich ist damit eine statistische Orientierung. Er ist weder eine vollständige Diagnose noch eine persönliche Zielvorgabe.

Normal bedeutet nicht automatisch optimal

Im Alltag werden Referenzwerte oft als Normalwerte bezeichnet. Der Begriff ist bequem, kann aber in die Irre führen. „Normal“ bedeutet in diesem Zusammenhang zunächst nur, dass sich der Wert im vom Labor festgelegten Referenzbereich befindet. Zudem bildet ein statistischer Bereich nicht automatisch den Wert ab, der für Prävention, Leistungsfähigkeit oder ein individuelles Gesundheitsziel günstig ist.

Denn die Referenzwerte unserer Populationen sind zunehmend geprägt von Werten subklinisch erkrankter, gestresster Menschen, da eben auch die gesamtgesellschaftliche Entwicklung durch eine typische westliche Lebensweise (Western Diet, Fast Food, verarbeitete Lebensmittel, chronischer Bewegungsmangel) geprägt wird.

Das resultiert häufig in “normalen” Zivilisationskrankheiten (Diabetes, Bluthochdruck, Herz-Kreislauferkrankungen, Belastungen mit Pestiziden, Schwermetallen, Lösemittel, Mikroplastik etc.).

Dies wiederum ist sehr gut sichtbar am deutlichen Anstieg des Arzneimittelbedarfs, sowohl pro Person als auch in der Gesamtbevölkerung:

(DDD steht für „Defined Daily Dose“, also definierte Tagesdosis) Quelle: https://www.wido.de/news-presse/archiv-alt/detail/news/arzneiverordnungs-report-2012/

Um einige Beispiele zu nennen:

Vitamin D 3

Ein gutes Beispiel ist der Vitamin D 3 Spiegel. Hier geht es oft auch in der Bezeichnung der Labore um den Ausschluss eines Mangels, nicht jedoch um ein Optimum, das Knochen, Muskeln, Herz effektiv versorgen. Ja, Gesundheit ist eben nicht die Abwesenheit von Krankheit, sondern eben viel mehr.

So ist der Durchschnittswert in anderen Populationen, wie zum Beispiel Naturvölkern in Afrika 115 nmol/l.

Nicht vergessen, diese Populationen haben im Vergleich kaum „Zivilisationserkrankungen“ und massiv höhere Sonneneinstrahlung als die Bevölkerung in Deutschland. Offenbar ist es bezüglich Vitamin D3 eben nicht mit 30 Minuten Tageslichtexposition getan

Nun ist es keine Raketenwissenschaft zu entscheiden, welcher Referenzwert wohl der gesündere sein könnte.

Schwermetalle

Einen Verlauf, den ich selbst beobachten konnte, während meiner medizinischen Laufbahn sind das Thema Schwermetalle. Da die Gesamtbelastung der Population steigt, werden natürlich auch vermehrt höhere Werte gemessen.

Angepasste Referenzwerte jedoch machen ein Schwermetall-Molekül wie z.B. Quecksilber für die menschliche Zelle nicht unbedingt gesünder.

Omega-3-Fettsäuren

Auch für die Situation von Omega-3-Fettsäuren, die essentiell für die Gehirnentwicklung von Säuglingen und Kindern ist, finden wir in Naturvölkern ganz andere Daten:

So nahm bei den westlichen Vergleichsdaten der DHA-Status von Mutter und Kind während Schwangerschaft beziehungsweise Stillzeit typischerweise ab. Bei tansanischen Frauen mit hohem, dauerhaftem Fischkonsum blieb der mütterliche DHA-Status dagegen stabil, und der DHA-Anteil der gestillten Kinder stieg in den ersten drei Lebensmonaten an.

Das ähnliche Beispiel kennt man auch von den Inuit: “Die traditionelle Ernährung der Inuit, die reich an n−3-Fettsäuren ist, ist wahrscheinlich für die niedrige Sterblichkeitsrate aufgrund ischämischer Herzerkrankungen in dieser Bevölkerungsgruppe verantwortlich “

Referenzwerte

Referenzwerte sind nun nicht vollkommen wertlos, sie zeigen vielleicht an, ob “da nichts Gröberes im Argen liegt” oder inwieweit eine Erkrankung Auswirkungen auf das Blut hat, aber all dies hat nichts mit einem vollumfänglich funktionierenden Zellstoffwechsel oder einer optimalen Zellversorgung mit essentiellen Stoffen zu tun. Sie sind für Screening, Diagnostik und Verlaufskontrolle unverzichtbar.

Die Präventionsmedizin jedoch will sich aber eben an den Referenzwerten gesunder, glücklicher, leistungsfähiger Menschen orientieren, ohne akute oder chronische Erkrankung (z.B. Athleten).

Ziel hierbei ist es einer möglichen Erkrankung einen Schritt voraus zu sein und gesundheitliche Risiken frühzeitig zu erkennen und präventiv zu beeinflussen, sowie Schwachstellen und Mängel zu beheben.

Warum Blutwerte schwanken können

erliche Belastung, Flüssigkeitshaushalt, Stress, Infekte oder Medikamente. Auch die Vorbereitung auf die Blutabnahme und die Verarbeitung der Probe können das Ergebnis beeinflussen.

Zu den typischen Einflussfaktoren gehören:

  • Zeitpunkt der Blutabnahme und Nüchternstatus
  • Sport oder starke körperliche Belastung am Vortag
  • akute Infekte und entzündliche Prozesse
  • Flüssigkeitszufuhr, Alkohol und Ernährung
  • Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel
  • Zyklus, Schwangerschaft und hormonelle Veränderungen
  • Messmethode und analytische Schwankungen

Ein Beispiel ist der Cortisolspiegel, der bedingt durch die Tages-Nachtrhythmik morgens erwartungsgemäß höher ausfällt als abends. Auch das Serum-Eisen schwankt im Tagesverlauf und zwischen einzelnen Messungen. Für die Beurteilung des Eisenstoffwechsels werden daher häufig mehrere Parameter zusammen betrachtet, etwa Ferritin, Transferrin, Transferrinsättigung, Hämoglobin und Entzündungsmarker." alt="blutwerte optimal" />

Ein einzelner Wert liefert selten die ganze Antwort

Viele Laborparameter beeinflussen sich gegenseitig oder erhalten ihre Bedeutung erst im Verhältnis zu anderen Werten. Ferritin zeigt beispielsweise die Eisenspeicher an, kann als Akutphaseprotein bei Entzündungen jedoch erhöht sein. Ein scheinbar beruhigender Ferritinwert kann deshalb anders zu bewerten sein, wenn gleichzeitig Entzündungsmarker auffällig sind.

Ähnlich verhält es sich bei der Schilddrüse. Ein TSH-Wert ist wichtig, bildet die Schilddrüsenfunktion aber nicht vollumfänglich ab. Je nach Beschwerden und Vorgeschichte können weitere Parameter wie fT3, fT4 oder Antikörper relevant sein. So unterliegt der TSH-Wert der oftmals als alleiniger Parameter für die Schilddrüsenfunktion verwendet wird teils massiven, auch physiologischen Schwankungen, obwohl die Stoffwechsellage der Schilddrüse ganz normal (euthyreot) ist – mit einem normalen ft3 und fT4 Wert. Manchmal kann hier ein Selenmangel vorliegen.

Und genau in diesen Zusammenhängen und in der Zusammenschau der Probleme und Symptome des Patienten in Bezug auf seine Laborwerte liegt die Kunst einer ganzheitlichen Betrachtungsweise.

Genau wegen diesen Zusammenhängen ist ein genaues und ausführliches Patientengespräch für die Interpretation des Zusammenhangs der Symptome mit den entsprechenden Laborwerten so entscheidend.

Aber hierfür braucht man Zeit und muss sich als Arzt sowohl im tiefen Zuhören als auch im gezielten Nachfragen immer weiter verbessern.

Hiervon hängt auch die Entscheidung, welche Laborparameter bestimmt werden sollen, entscheidend ab! Dies ist eine Entscheidung aus dem Zusammenhang heraus und keine Frage möglichst großer Laborpakete.

Gute Labordiagnostik bedeutet deshalb nicht, wahllos viele Werte zu messen. Sie bedeutet, die richtigen Parameter für eine konkrete Fragestellung auszuwählen und gemeinsam zu interpretieren.

Referenzwerte, Grenzwerte und Zielwerte sind nicht dasselbe

Im Zusammenhang mit Blutwerten werden verschiedene Begriffe verwendet, die unterschiedliche Aufgaben haben.

Diese Kategorien dürfen nicht gleichgesetzt werden. Ein persönlicher Zielwert ersetzt keinen wissenschaftlich etablierten diagnostischen Grenzwert. Umgekehrt beantwortet ein populationsbasierter Referenzbereich nicht jede individuelle Präventionsfrage.

Was Frohwerte im Konzept des Bluttunings bedeuten

Dr. med. Ulrich Strunz bezeichnete als Frohmedizin einen präventiven Gesundheitsansatz, der Bewegung, eiweißreiche Ernährung, optimierte Blutwerte, Mikronährstoffe und mentale Stärke in den Mittelpunkt stellt.

Drohmedizin ist dagegen eine überwiegend krankheitsorientierte Medizin, die vor Risiken warnt und häufig erst behandelt, wenn Beschwerden oder Diagnosen bereits bestehen.

Der zentrale Unterschied lautet: Drohmedizin fragt, welche Krankheit droht und sieht den Organismus eher als fehlerhaft, der eben allzu oft medikamentös mit Nebenwirkungen therapiert werden muss, im Sinne, “Wenn Du nicht, dann droht Dir…”

Frohmedizin fragt danach, was der Körper stattdessen benötigt, um gesund, leistungsfähig und widerstandsfähig zu bleiben.

Gesundheit oder Krankheit sind folglich nicht nur Zu- oder Unfall, sie werden auch maßgeblich durch unser Verhalten (Bewegung, Ernährung, Stressreduktion, Meditation) bestimmt.

Freilich ist „Frohmedizin” kein klassischer wissenschaftlicher Fachbegriff, sondern eben ein Konzept einer aktiven, eigenverantwortlichen und fröhlichen Gesundheitsfürsorge.

In der von Dr. Ulrich Strunz geprägten Philosophie spielen sogenannte Frohwerte eine zentrale Rolle. Gemeint ist der Anspruch, Laborwerte nicht erst dann zu beachten, wenn eine klare Erkrankung oder deutliche Abweichung vorliegt. Und so werden Ihre Blutwerte hinsichtlich Gesundheit, Leistungsfähigkeit, Wohlbefinden, Regeneration und persönlichen Gesundheitszielen interpretiert.

Aus Sicht der funktionellen Präventionsmedizin kann diese Perspektive zusätzliche Fragen eröffnen: Passt ein formal unauffälliger Wert zur aktuellen Symptomatik? Hat er sich im Vergleich zu früheren Messungen verändert? Gibt es Kombinationen mehrerer Werte, die gemeinsam relevant sein könnten?

Frohwerte sind kein einheitlicher, wissenschaftlich normierter Referenzstandard. Im Konzept des Bluttunings stehen sie für eine ganzheitliche Interpretation, die weit über die reine Kennzeichnung „innerhalb“ oder „außerhalb“ des Laborbereichs hinausgeht.

Welche Zielbereiche sich aus Ihren Werten in Zusammenschau mit Ihren Symptomen ergeben ist individuell und sollte medizinisch begründet, unter Berücksichtigung möglicher Risiken entschieden werden.

Wie eine umfassende Blutanalyse eingeordnet wird

Eine umfassende Blutanalyse beginnt nicht mit der Blutabnahme, sondern mit mehreren Fragestellungen.

Beschwerden, Vorerkrankungen, Ernährung, Bewegung, Schlaf, Medikamente und bisherige Befunde helfen dabei, die Auswahl der Parameter einzugrenzen.

Im Bluttuning werden je nach individueller Situation unter anderem Mikronährstoffe, Aminosäuren, Fettsäuren, Hormone, Entzündungsmarker und kardiovaskuläre Risikofaktoren berücksichtigt und auch ein tieferer Einblick in die Zusammenhänge gewährt. Zusätzlich wird bei Bedarf die individuelle funktionelle genetische Situation erörtert.

Nicht jeder Mensch benötigt jeden Wert, aber optimal funktionierender Stoffwechsel benötigt als Grundlage die essentiellen Substanzen, die der Körper nicht selbst herstellen kann und die von außen durch die Nahrung zugeführt werden müssen. Diese Werte sind ein Kernbestandteil des Bluttunings. Ziel, hierbei ist es ein nachvollziehbares Gesamtbild, statt eine möglichst lange Messliste zu erstellen. Hieraus erwächst ein individueller Einnahmeplan, zugeschnitten um Schwachstellen und Mängel zu beheben und somit den Zellstoffwechsel zu unterstützen.

Nach 3 Monaten erfolgt eine Kontrollmessung genau dieser Werte die eben nicht im frohmedizinischen Bereich lagen.

Für die Auswertung sind 5 Ebenen besonders wichtig:

  • Ihre Symptome und Krankengeschichte
  • Bestimmungsmethode und Referenzbereich des Labors
  • die Beziehung zu den Frohwerten und Ihren Symptomen
  • der Vergleich zu früheren Ergebnissen
  • die gesundheitliche Zielsetzung

Erst aus dieser Kombination entsteht eine ganzheitliche Bewertung. Einzelne Laborwerte können Hinweise geben und Entscheidungen unterstützen. Sie ersetzen weder Anamnese noch Untersuchung und sind nicht für eine Selbstdiagnose geeignet. Auf die Zusammenschau im Ganzen kommt es an. So sollte das Orchester Ihrer Frohwerte harmonisch gestimmt sein, denn unsere Definition von Gesundheit ist die Harmonie des Menschen mit sich selbst und seiner Umwelt.

Wann auffällige oder unauffällige Blutwerte ärztlich besprochen werden sollten

Deutlich auffällige Werte sollten immer ärztlich eingeordnet werden. Das gilt besonders bei akuten Beschwerden, raschen Veränderungen oder mehreren Abweichungen gleichzeitig. Doch auch ein formal unauffälliger Befund kann Anlass für ein Gespräch sein, wenn Beschwerden anhalten oder ein Wert im persönlichen Verlauf deutlich abweicht.

Eine Wiederholungsmessung ist im Rahmen des Bluttunings nach 3 Monaten äußerst sinnvoll. Hier kann überprüft werden, ob der Einnahmeplan der Supplements, die im initialen Bluttuning gemessenen Schwachstellen ausgleichen konnte. Dies wird natürlich stets mit der individuellen Entwicklung des Beschwerdebildes abgeglichen.

Wie oft ein Bluttuning oder Kontrollen erfolgen sollten, hängt vom Ziel, den Parametern, der klinischen Situation und möglichen Risiken ab.

Wichtig ist außerdem: Nahrungsergänzungsmittel, Hormone oder Infusionen sollten nicht wahllos ohne vorherige Messung erfolgen, sondern eben sinnvoll, gezielt und entsprechend der Laboranalyse.

Wer wissen will, muss messen.

Auch vermeintlich harmlose Substanzen können bei falscher Dosierung, Wechselwirkungen oder bestehenden Erkrankungen problematisch sein.

Häufige Fragen zu Referenzwerten und Blutwerten

Sind Referenzwerte in jedem Labor gleich?

Nein. Messmethoden, Geräte, Referenzgruppen und Einheiten können sich unterscheiden. Deshalb sollte ein Ergebnis immer mit dem Referenzbereich desjenigen Labors verglichen werden, das die Ausgangsanalyse durchgeführt hat. Für Verlaufskontrollen ist es sinnvoll, möglichst unter vergleichbaren Bedingungen und im selben Labor messen zu lassen.### Kann man trotz normaler Blutwerte einen Mangel haben?### Was bedeutet ein Wert knapp an der Grenze?### Sind Optimalwerte oder Frohwerte wissenschaftlich festgelegt?### Wie oft sollten Blutwerte kontrolliert werden?### Fazit: Blutwerte sind Daten, ihre Bedeutung entsteht im Zusammenhang### Blutwerte individuell einordnen lassen Weitere Informationen:Mikronährstoffe-Bluttest und Labordiagnostik sowie Ablauf der Blutanalyse.

Quellen und weiterführende Literatur

Sie möchten Ihre Blutwerte individuell einordnen lassen?

Nicht jeder Mensch hat dieselben Voraussetzungen. In unserer Privatpraxis betrachten wir Laborwerte, Lebensstil und persönliche Ziele im Zusammenhang und entwickeln gemeinsam mit Ihnen ein individuelles Konzept.

Hinweis

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine persönliche ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Laborwerte sollten immer im individuellen medizinischen Kontext beurteilt werden.

ADHS und Eisenmangel – Wie Ferritin und Dopamin zusammenhängen können

ADHS und Eisenmangel – Wie Ferritin und Dopamin zusammenhängen können

Inhaltsverzeichnis

Unruhe, Konzentrationsprobleme, innere Getriebenheit und Impulsivität gehören zu den Beschwerden, über die Menschen mit ADHS häufig berichten. Medizinisch stehen dabei vor allem Botenstoffe wie Dopamin und Noradrenalin im Mittelpunkt. Weniger bekannt ist, dass auch die Eisenversorgung bei verschiedenen Abläufen im Nervensystem eine wichtige Rolle spielt.

Eisen wird nicht nur für die Blutbildung und den Sauerstofftransport benötigt. Es ist ebenso an Stoffwechselprozessen beteiligt, die für die Energieversorgung der Nervenzellen und die Bildung von Neurotransmittern relevant sind. Ein niedriger Eisenstatus kann deshalb ein zusätzlicher Faktor sein, der bei Konzentrationsproblemen, Erschöpfung, innerer Unruhe oder Schlafproblemen ärztlich berücksichtigt werden sollte.

Das bedeutet nicht, dass Eisenmangel ADHS verursacht. ADHS ist ein komplexes neurobiologisches Beschwerdebild, bei dem genetische, entwicklungsbezogene und weitere individuelle Faktoren zusammenspielen.

Welche Rolle spielt Eisen bei der Bildung von Dopamin?

Dopamin entsteht aus der Aminosäure L-Tyrosin. An einem entscheidenden Schritt dieser Synthese ist das Enzym Tyrosinhydroxylase beteiligt. Dieses benötigt Eisen als Kofaktor.

Steht dem Organismus nicht ausreichend Eisen zur Verfügung, können eisenabhängige Stoffwechselprozesse beeinträchtigt sein. Dazu gehören neben der Blutbildung und der mitochondrialen Energiegewinnung auch Vorgänge im Neurotransmitterstoffwechsel.

Dopamin und Noradrenalin beeinflussen unter anderem Aufmerksamkeit und Konzentration, Motivation und Antrieb, Belohnungsverarbeitung, Arbeitsgedächtnis und Impulskontrolle.

Eisen ist hierbei essentiell. Ohne Eisen geht es nicht und mit zu wenig Eisen nur auf Sparflamme. Auch weitere Mikronährstoffe und Kofaktoren, darunter Vitamin B6, Vitamin C und Kupfer, sind für die Bildung notwendig.

Der Gamechanger ist also wie immer nicht ein einzelner Stoff, sondern vielmehr das Orchester der essentiell beteiligten Substanzen.

Was zeigt der Ferritinwert?

Ferritin ist ein Speicherprotein für Eisen. Der Ferritinwert im Blut gibt Hinweise darauf, wie gut die Eisenspeicher des Körpers gefüllt sind. Er sollte jedoch nicht isoliert betrachtet werden.

Ferritin gehört zu den sogenannten Akutphase-Proteinen. Bei Entzündungen, Infektionen oder bestimmten chronischen Erkrankungen kann der Wert erhöht sein, obwohl dem Körper nicht in allen Bereichen ausreichend verfügbares Eisen zur Verfügung steht. Ein vermeintlich unauffälliger Ferritinwert schließt einen gestörten Eisenstoffwechsel deshalb nicht in jeder Situation sicher aus.

Für eine frohmedizinische und sinnvolle Beurteilung werden je nach Ausgangssituation weitere Laborparameter herangezogen. Dazu können unter anderem Transferrinsättigung, Serumeisen, CRP und das große Blutbild gehören, welches im Bluttuning standardmäßig bestimmt wird.

Referenzwerte und Frohwerte: Warum „normal“ nicht automatisch optimal bedeutet

Laborreferenzbereiche, “Normal”-Werte, zeigen in welchem Bereich sich die Werte eines großen Teils der untersuchten Bevölkerung bewegen.

Sie beschreiben damit vor allem eine statistische Verteilung. Haben also viele gemessene Menschen einen niedrigen Ferritinwert, so wird der Grenzwert eben entsprechend des statistischen Mittelwerts dieser gemessenen Population angepasst.

Für die molekularmedizinische und präventionsmedizinische Arbeit von dr. med. univ. Dieter Schmidt sind diese Normbereiche jedoch nicht der entscheidende Maßstab.

Denn ein Wert kann innerhalb des üblichen Referenzbereichs liegen und dennoch nicht zu der individuellen Leistungsfähigkeit, den Beschwerden oder den Anforderungen des Stoffwechsels passen. „Normal“ bedeutet aus dieser Sicht nicht automatisch, dass alle körperlichen Prozesse optimal versorgt sind.

Dieser Gedanke prägte bereits die Arbeit von Dr. Ulrich Strunz. Statt sich ausschließlich an Durchschnittswerten zu orientieren, betrachtete er die Blutwerte gesunder, leistungsfähiger und vitaler Menschen. Daraus entwickelte sich das Konzept der sogenannten Frohwerte.

Dr. med. univ. Dieter Schmidt führt diese Praxisphilosophie als Nachfolger von Dr. Ulrich Strunz fort. Im Mittelpunkt steht nicht die Frage, ob ein Wert gerade noch innerhalb eines statistischen Normbereichs liegt.

Entscheidend ist vielmehr, ob der individuellen Person die notwendigen Bausteine in der benötigten Menge zur Verfügung stehen, damit der Stoffwechsel, die Neurotransmittersynthese, das Immunsystem und die Leistungsfähigkeit etc. optimal funktionieren können.

Und das ist eben kein statistischer Mittelwert, der aus den Werten von Gesunden und Kranken entsteht, sondern dieser Wert ist eben individuell und teilweise durchaus höher als der statistische Grenzwert.

Dies ist nicht irgendeine Philosophie, sondern wird gestützt von Untersuchungen, die bei Naturvölkern durchgeführt wurden. Um es praktisch zu erklären:

Der Grenzwert für Vitamin D3, ab dem kein Mangel mehr bestehen soll, ist bei den üblichen Laboren >20 ng/ml.

Gemessen in einem afrikanischen Naturvolk, ohne Zivilisationserkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes, Rheuma, ADHS etc. liegt der Durchschnittswert bei 115 nmol/l.

Heißt also, glückliche, gesunde Menschen ohne akute und chronische Erkrankungen haben andere Werte – Frohwerte. Diese sind unsere Orientierung!

Und gerade beim Eisen zeigt sich, weshalb diese Betrachtung relevant sein kann. Die bekannteste Funktion des Eisens ist die Bildung des roten Blutfarbstoffes, dem Hämoglobin. Hämoglobin, der rote Blutfarbstoff, ist der Sauerstofftransporter im Blut schlechthin.

Es bindet Sauerstoff aus der Atemluft und transportiert es hin zum Gewebe, den Organen, die den Sauerstoff zur Energiegewinnung essentiell benötigen.

Doch Eisen ist weit mehr! Es wird nicht nur für die Blutbildung benötigt, sondern ist ebenso notwendig für das Immunsystem und auch den Neurotransmitterstoffwechsel.

Ein formal unauffälliger Wert sagt daher aus Sicht des Bluttunings noch nicht zwangsläufig aus, dass die Eisenversorgung für den einzelnen Menschen ausreichend ist.

Beim Bluttuning werden Laborwerte deshalb nicht isoliert und nicht allein anhand klassischer Normgrenzen beurteilt. Entscheidend sind das Zusammenspiel der Werte, die Beschwerden, die persönliche Vorgeschichte, die Ernährung, die körperliche Belastung und die individuelle Stoffwechselsituation.

Die zentrale Frage lautet nicht: „Ist der Wert noch normal?“ Sondern: „Ist der Körper so versorgt, dass seine Prozesse möglichst gut funktionieren können?“

Untermauert wird dies durch eine bekannte Studie aus Großbritannien: Ironically unwell: Anämie und Eisenmangel bei gesundheitsbewussten Erwachsenen im Vereinigten Königreich.

Zusammengefasst zeigen 33.029 Blutproben:

  • Viele Personen mit objektiv nachweisbarem Eisenmangel oder Anämie berichteten keine typischen Beschwerden.
  • Rund 52 % der Menschen mit absolutem Eisenmangel waren symptomfrei.
  • Rund 57 % der Menschen mit Anämie waren symptomfrei.
  • Frauen im gebärfähigen Alter waren besonders häufig betroffen.

Hierdurch wird der zentrale und leider allzu häufig angenommene Glaubenssatz, mit dem Patientinnen und Patienten bei der Bitte um eine Eiseninfusionen abgespeist werden:

„Wer keine Müdigkeit, Leistungsschwäche oder Atemnot hat, wird wahrscheinlich auch keinen Eisenmangel haben.“

zu Recht in Frage gestellt! Im Gegenteil, vielmehr bedeutet dies:

Fehlende Symptome schließen Eisenmangel nicht aus und laborchemisch nachweisbarer Eisenmangel ist häufig bereits vorhanden, bevor Betroffene sich krank fühlen.

So funktioniert Präventionsmedizin, so funktioniert Bluttuning!

Was sagt die Forschung zu Ferritin und ADHS?

Unabhängig von der Praxisphilosophie stellt sich die wissenschaftliche Frage, ob Menschen mit ADHS häufiger einen auffälligen Eisenstatus aufweisen.

Mehrere Studien und Metaanalysen haben bei Kindern mit ADHS im Durchschnitt niedrigere Ferritinwerte als bei Kontrollgruppen festgestellt. Bei anderen Parametern wie dem Serumeisen zeigten sich diese Unterschiede nicht in gleicher Weise.

Teilweise wurden außerdem Zusammenhänge zwischen einem niedrigen Eisenstatus und stärker ausgeprägter Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität oder Impulsivität beschrieben.

Diese Ergebnisse sind natürlich kein eindeutiger Beweis und zeigen freilich nur eine Korrelation, aber diese mögliche Ursache bei ADHS aus dem Weg zu räumen ist doch heute ein Leichtes!

Sollte dann der Eisenmangel doch nicht ursächlich sein, dann sucht man eben weiter. Aber eine mögliche Ursache wäre damit ausgeräumt – und zwar ohne vergleichbare Nebenwirkungen! Für die ärztliche Praxis bedeutet das: Ein auffälliger Eisenstatus sollte ernst genommen, aber immer im Zusammenhang mit dem gesamten Befund eingeordnet werden.

Ähnliche Beschwerden, unterschiedliche Ursachen

Ein Eisenmangel kann Beschwerden hervorrufen, die sich teilweise mit typischen ADHS-Symptomen überschneiden.

Diese Überschneidungen machen eine differenzierte Diagnostik wichtig. Sie bedeuten nicht, dass Konzentrationsprobleme oder Unruhe automatisch durch einen Eisenmangel verursacht werden. Auch ein bereits diagnostiziertes ADHS schließt zusätzliche körperliche Einflussfaktoren nicht aus. Umgekehrt ersetzt die Feststellung eines Eisenmangels keine fachärztliche ADHS-Diagnostik.

Eisen, Sauerstoff und Energie für das Nervensystem

Eine der wichtigsten Aufgaben von Eisen ist seine Beteiligung an der Bildung von Hämoglobin. Hämoglobin bindet Sauerstoff und transportiert ihn über das Blut zu den Organen und Geweben (s.o.).

Das Gehirn hat einen besonders hohen Energiebedarf. Nervenzellen sind auf eine kontinuierliche Energiegewinnung in den Mitochondrien angewiesen. Fehlen Eisen, Hämoglobin oder weitere für die Blutbildung erforderliche Substanzen, kann dies die körperliche und mentale Leistungsfähigkeit beeinträchtigen.

Auch hier zeigt sich das Zusammenspiel verschiedener Faktoren: Für eine normale Blutbildung werden neben Eisen beispielsweise Vitamin B12 und Folsäure benötigt. Die alleinige Bestimmung eines einzelnen Wertes bildet diesen komplexen Prozess daher nicht vollständig ab.

Eisenmangel kann auch ohne Blutarmut bestehen

Ein Eisenmangel entwickelt sich häufig schrittweise. Zunächst leeren sich die Eisenspeicher, während der Hämoglobinwert noch innerhalb des Referenzbereichs liegen kann. Erst bei einem weiter fortschreitenden Mangel kann eine Eisenmangelanämie entstehen.

Ein normales Hämoglobin schließt reduzierte Eisenspeicher somit nicht grundsätzlich aus. Gleichzeitig sollte ein niedriger Ferritinwert nicht nur ausgeglichen, sondern auch hinsichtlich seiner Ursache abgeklärt werden.

  • starke oder lang anhaltende Menstruationsblutungen
  • eine unzureichende Eisenaufnahme über die Ernährung
  • eine eingeschränkte Aufnahme im Magen-Darm-Trakt
  • chronische Entzündungsprozesse
  • wiederkehrende oder unbemerkte Blutverluste
  • ein erhöhter Bedarf, beispielsweise in Wachstumsphasen

Insbesondere Blutverluste und Erkrankungen des Verdauungstraktes sollten hausärztlich oder fachärztlich untersucht werden.## Schlaf, innere Unruhe und Restless Legs

Ein niedriger Eisenstatus kann auch im Zusammenhang mit Restless-Legs-Beschwerden und einem unruhigen Schlaf eine Rolle spielen. Gleichzeitig treten Schlafprobleme bei Menschen mit ADHS vergleichsweise häufig auf.

Schlafmangel kann Konzentrationsschwierigkeiten, Reizbarkeit, Erschöpfung und innere Unruhe verstärken. Dadurch lässt sich im Alltag nicht immer klar erkennen, welcher Anteil einer Beschwerde auf ADHS, den Schlaf oder einen zusätzlichen körperlichen Faktor zurückzuführen ist.

Gerade bei ausgeprägter Tagesmüdigkeit, Einschlafproblemen, nächtlicher Unruhe oder einem Bewegungsdrang in den Beinen kann es deshalb sinnvoll sein, den Eisenstatus in die ärztliche Abklärung einzubeziehen.

Ferritin im Bluttuning ist ein wichtiger Wert. Einerseits zeigt er uns das verfügbare Eisen an, welches nicht nur für Blutbildung, sondern eben auch Neurotransmitterhaushalt (wichtig bei ADHS) und wie im Ratgeberartikel über Eisen Die Wahrheit über das vergessene Eisen-Optimum beschrieben, für das Immunsystem essenziell ist.

Welche Eisenwerte werden beim Bluttuning untersucht?

Welche Laborwerte erforderlich sind, hängt von den Beschwerden, der Krankengeschichte und bereits bekannten Befunden ab. Zur Beurteilung des Eisenstoffwechsels können insbesondere folgende Werte gehören:

  • Ferritin
  • Transferrinsättigung
  • Serumeisen
  • Hämoglobin
  • Erythrozytenindizes im Blutbild
  • CRP zur Einschätzung möglicher Entzündungsprozesse
  • gegebenenfalls weitere Parameter nach ärztlicher Beurteilung

Entscheidend ist nicht nur, ob ein Wert innerhalb oder außerhalb eines Laborbereichs liegt. Ebenso wichtig sind die Beziehungen zwischen den Werten, mögliche Entzündungen, die Ernährung, Blutverluste, Medikamente, Vorerkrankungen und die konkret bestehenden Beschwerden.

Deshalb gilt beim Bluttuning: erst messen, dann einordnen und anschließend gezielt entscheiden.

Was ist bei einem niedrigen Ferritinwert zu tun?

Ob eine Behandlung erforderlich ist und welche Form infrage kommt, hängt vom Befund und von der Ursache des Eisenmangels ab.

Eine orale Eiseneinnahme kann bei manchen Menschen zu Magen-Darm-Beschwerden führen oder die Eisenspeicher nur langsam auffüllen. Eine intravenöse Eisengabe kann bei bestimmten medizinischen Voraussetzungen eine Alternative darstellen. Sie sollte nach ärztlicher Indikationsstellung, unter Berücksichtigung möglicher Risiken und mit einem geeigneten Präparat erfolgen.

In der Praxis von dr. med. univ. Dieter Schmidt werden nicht nur klassische Untergrenzen betrachtet. Die Bewertung orientiert sich an der individuellen Stoffwechselsituation, den Beschwerden und der von Dr. Ulrich Strunz geprägten Frohwerte-Philosophie. Daraus lässt sich jedoch keine pauschale Zielzahl für jeden Menschen ableiten.

Von einer längerfristigen Einnahme auf eigene Faust ist abzuraten. Auch eine übermäßige Eisenzufuhr kann gesundheitlich problematisch sein. Dosierung, Dauer und Verlaufskontrolle gehören in ärztliche Hände.

Ärztliche Einordnung statt Selbstdiagnose

Ferritin ist beim Bluttuning ein wichtiger Laborwert. Eisen wird für die Blutbildung, den Sauerstofftransport, die Energiegewinnung und verschiedene Prozesse des Neurotransmitterstoffwechsels benötigt.

Trotzdem ist Eisen nie die alleinige Erklärung für Konzentrationsprobleme, innere Unruhe oder eine ADHS-Symptomatik. Ebenso wenig lässt sich aus einem einzelnen Laborwert ablesen, welche Behandlung für einen Menschen sinnvoll ist.

Neben dem Eisenstatus können abhängig von den Beschwerden weitere Faktoren relevant sein, beispielsweise die Versorgung mit Vitamin B12, Folsäure und weiteren Mikronährstoffen, die Schilddrüsenfunktion, der Hormonstatus, die Schlafqualität, die Ernährung, Entzündungsprozesse, Medikamente sowie psychische und psychosoziale Belastungen.

Ziel der Diagnostik ist es nicht, nach einem vermeintlichen Wunderstoff zu suchen. Es geht darum, mögliche Mangelzustände und Stoffwechselzusammenhänge strukturiert zu erkennen, medizinisch einzuordnen und aufeinander abzustimmen.

Fazit: Eisen ist ein möglicher Baustein, aber keine alleinige Erklärung

Eisen ist für die Sauerstoffversorgung, die zelluläre Energiegewinnung und den Neurotransmitterstoffwechsel unverzichtbar. Da Eisen unter anderem als Kofaktor bei der Dopaminsynthese benötigt wird, ist ein Zusammenhang zwischen Eisenstatus und ADHS-Beschwerden biologisch plausibel.

Studien zeigen unter anderem bei Kindern mit ADHS teilweise niedrigere Ferritinwerte und Zusammenhänge mit der Symptomstärke.

Machen Sie sich auf den Weg: Wer wissen will, muss messen!

Blutwerte verstehen statt selbst zu raten

Konzentrationsprobleme, innere Unruhe, Erschöpfung oder Schlafprobleme können viele Ursachen haben. Ein niedriger Ferritinwert kann dabei ein wichtiger Hinweis sein, sollte jedoch immer im Zusammenhang mit weiteren Laborwerten und der persönlichen Situation bewertet werden.

dr. med. univ. Dieter Schmidt unterstützt Sie dabei, Ihre Blutwerte strukturiert zu untersuchen und medizinisch einzuordnen. Im Mittelpunkt steht keine pauschale Empfehlung, sondern die individuelle Abklärung: Welche Werte sind auffällig? Welche Ursachen kommen infrage? Und welche nächsten Schritte sind medizinisch sinnvoll?

Jetzt ärztliche Beratung anfragen und den Eisenstatus gezielt abklären lassen.

Blutwerte prüfen lassen

Über den Autor

dr. med. univ. Dieter Schmidt ist Facharzt für Viszeralchirurgie und leitet die Privatpraxis Mein Bluttuning in Roth. Seine Schwerpunkte liegen in der Präventionsmedizin, der Labordiagnostik, der Mikronährstoffmedizin sowie individuellen Konzepten für gesundes Altern und Longevity.

Sein Schwerpunkt liegt auf der Ursachenforschung chronischer Beschwerden sowie der Optimierung von Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden auf Basis fundierter Laboranalysen und wissenschaftlicher Erkenntnisse.

Häufige Fragen zu ADHS und Eisenmangel

Kann Eisenmangel ähnliche Beschwerden wie ADHS verursachen?

Ein Eisenmangel kann unter anderem Müdigkeit, Konzentrationsprobleme, Reizbarkeit, verminderte Belastbarkeit und Schlafprobleme begleiten. Diese Beschwerden können sich mit ADHS-Symptomen überschneiden. Daraus folgt jedoch nicht, dass ein Eisenmangel automatisch die Ursache der Beschwerden ist.### Verursacht Eisenmangel ADHS?

Nach heutigem Wissensstand gilt Eisenmangel kann dies mitverursachen, jedoch sehr wahrscheinlich nicht monokausal, da ADHS ein komplexes neuro-biochemisches Beschwerdebild darstellt, das durch einen Einzelwert nicht begründet werden kann. Es wäre jedoch leichtfertig, die Korrelation als zusätzlicher Einflussfaktor, der individuell untersucht und abgeklärt werden sollte, zu ignorieren.### Ist Ferritin bei Menschen mit ADHS häufig zu niedrig?

Metaanalysen fanden bei Kindern mit ADHS im Durchschnitt niedrigere Ferritinwerte als bei Kontrollgruppen. Die Ergebnisse einzelner Studien unterscheiden sich jedoch.### Welcher Ferritinwert ist bei ADHS optimal?

Ein allgemein anerkannter optimaler Ferritinwert speziell für Menschen mit ADHS ist wissenschaftlich nicht festgelegt. In der Praxis von dr. med. univ. Dieter Schmidt erfolgt die Bewertung nicht allein anhand klassischer Normbereiche, sondern im Zusammenhang mit Beschwerden, weiteren Laborwerten, Entzündungsparametern und der individuellen Stoffwechselsituation. Untermauert wird dies durch ein Anpeilen von Optimalwerten.### Hilft Eisen bei ADHS?

Eine Eisengabe kann bei einem nachgewiesenen Eisenmangel medizinisch sinnvoll sein. Ob dadurch auch ADHS-Symptome beeinflusst werden, ist noch nicht abschließend geklärt.### Welche Werte sollten zusätzlich zu Ferritin bestimmt werden?

Je nach Situation können unter anderem Transferrinsättigung, Serumeisen, Hämoglobin, weitere Werte des Blutbildes und CRP sinnvoll sein. Die konkrete Auswahl und Interpretation sollte ärztlich erfolgen. ### Literaturverzeichnis

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Tseng PT, Cheng YS, Yen CF, Chen YW, Stubbs B, Whiteley P, et al. Peripheral iron levels in children with attention-deficit hyperactivity disorder: a systematic review and meta-analysis. Sci Rep. 2018;8(1):788. doi:10.1038/s41598-017-19096-x. Verfügbar unter: https://doi.org/10.1038/s41598-017-19096-x

Araújo T, et al. Impact of serum ferritin on the pathophysiology of attention deficit hyperactivity disorder. Cureus. 2026. Verfügbar unter: https://doi.org/10.7759/cureus.103196

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Konofal E, Lecendreux M, Arnulf I, Mouren MC. Iron deficiency in children with attention-deficit/hyperactivity disorder. Arch Pediatr Adolesc Med. 2004;158(12):1113-1115. doi:10.1001/archpedi.158.12.1113. Verfügbar unter: https://doi.org/10.1001/archpedi.158.12.1113

Konofal E, Lecendreux M, Deron J, Marchand M, Cortese S, Zaïm M, et al. Effects of iron supplementation on attention deficit hyperactivity disorder in children. Pediatr Neurol. 2008;38(1):20-26. doi:10.1016/j.pediatrneurol.2007.08.014. Verfügbar unter: https://doi.org/10.1016/j.pediatrneurol.2007.08.014

Pino JMV, da Luz MHM, Antunes HKM, Giampá SQC, Martins VR, Lee KS. Iron-restricted diet affects brain ferritin levels, dopamine metabolism and cellular prion protein in a region-specific manner. Front Mol Neurosci. 2017;10:145. doi:10.3389/fnmol.2017.00145. Verfügbar unter: https://doi.org/10.3389/fnmol.2017.00145

Kim J, Wessling-Resnick M. Iron and mechanisms of emotional behavior. J Nutr Biochem. 2014;25(11):1101-1107. doi:10.1016/j.jnutbio.2014.07.003. Verfügbar unter: https://doi.org/10.1016/j.jnutbio.2014.07.003

Irvine A, Watt J, Kurth MJ, Lamont JV, Dowey LR, Fitzgerald P, et al. Ironically unwell: anaemia and iron deficiency among health-aware adults in the UK. Front Nutr. 2025;12:1679989. Verfügbar unter: https://doi.org/10.3389/fnut.2025.1679989 Medizinischer Hinweis

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Gesundheitsinformation und ersetzt keine individuelle ärztliche Diagnose oder Behandlung. Empfehlungen zu Ernährung, Training, Nahrungsergänzung oder medizinischen Maßnahmen sollten immer zur persönlichen Situation, zu bestehenden Erkrankungen und zu aktuellen Laborwerten passen.

Geschichten der Selbstheilung

Geschichten der Selbstheilung

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Geschichten der Selbstheilung

„…im Frühjahr war ich mit meiner Tochter Thea in Ihrer Praxis, weil wir ziemlich verzweifelt waren. Mit Eintritt der Pubertät, dann die Auswirkungen der Pandemie bzw. Maßnahmen für Kinder und Jugendliche und der wachsende Stress an den Schulen (obwohl weniger sinnvolle Informationen vermittelt werden) hatte meine Tochter massiv depressive Verstimmungen, Antriebslosigkeit, Versagensängste und eine ausgeprägte Akne. Unser letzter Ausweg waren Sie, da ich mich schon länger mit Frohmedizin beschäftige und besonders gern täglich die News lese. Nach einem Gespräch bei Ihnen bzw. das Verständnis und die aufmunternden Worte für Thea kam endlich wieder die Hoffnung auf Besserung zurück. Ich habe sie immer wieder an Ihren Vergleich mit der Lotusblüte erinnert und wir haben versucht, alles so gut wie möglich umzusetzen. Es gab Höhen und Tiefen, aber in letzter Zeit habe ich eine massive Veränderung bei ihr bemerkt. Mein Kind strahlt wieder und wenn ich das schreibe, kommen mir die Tränen. Schule läuft auch (12.Klasse) sie ist viel stressresistenter geworden, hat wieder Energie und ist wieder mein kleines (großes) glückliches Mädchen mit vielen Plänen.

Ich möchte Ihnen ganz herzlich dafür danken und es macht mich traurig, dass so viele junge Menschen heute Antidepressiva nehmen und nicht wissen, dass es einen viel besseren und gesunden Weg gäbe, um da rauszukommen.

Ich wünschte, alle Ärzte würden endlich mal über den Tellerrand schauen und nicht als allwissende Autorität auftreten, bei der man keine eigene Meinung haben darf.

Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie eine schöne Weihnachtszeit“

PS.: Die viele Antidepressive sind nicht etwa in der spezifischen Forschung bezüglich Neurotransmitterhaushalt gefunden worden. Sie waren oftmals Byproduct einer Forschung anderer Themenbereiche.

In der Molekularmedizin sehen wir übrigens psychische Symptome wie Depressionen lediglich als einen „verrückten“ Neurotransmitterhaushalt an und sehen es als unsere Aufgabe hier Ursachen zu finden und abzustellen.

Zentrale Rolle beim Neurotransmitterhaushalt, das wissen wir heute, spielt das Mikrobiom. Nicht vergessen, die Diät bei psychischen Problemen heißt GAPS-Diät. Ausgeschrieben heißt dies

Gut and Psychology Syndrom – Diät.

Weil die Verarbeitung der Nährstoffe eben im Darm stattfindet. Besteht hier eine Entzündung aufgrund einer Dysbiose kann dies zu einer Aufweichung der Barrierefunktion des Magen-Darm-Traktes führen, dem sogenannten Leaky Gut. dies ermöglicht toxischen Substanzen, die zwangsläufig bei Verdauungsprozessen entstehen in die Blutbahn zu gelangen. Hält dieser Zustand lange genug an kann eben auch die Bluthirnschranke Schaden nehmen durch diese Toxine und somit können dann toxische Substanzen auch in das zentrale Nervensystem eindringen, was beim Gesunden nicht der Fall ist.

Auch Schwermetallen können eine Ursache sein. Zu viel davon hemmen einfach Enzyme die z. B. für die Herstellung von Neurotransmitter essenziell sind.

Heißt also, dass durchaus die Möglichkeit besteht trotz optimaler molekularer Versorgung mit Vitaminen, Spurenelementen, Aminosäuren, Mineralien, Fettsäuren, also essenziellen Substanzen eine Blockade wichtige Enzyme durch Pestizide, Lösemittel, Schwermetalle oder auch Tensiden (Waschmittel) möglich ist und sogar die Ursache sein kann. Stichwort Apherese.

Die essenziellen Substanzen sind natürlich notwendig bzw. Grundlage für eine ausgeglichene Neurotransmitterproduktion, da sie eben die Bausteine des Lebens sind.

Auch Stoffwechselstörungen wie die Kryptopyrolurie halten wir für ganz entscheidend bei mentaler Symptomatik, denn bei einer bestehenden Kryptopyrolurie steigt der übliche Bedarf an Zink Vitamin B6 auch in seiner aktiven Form P5P und auch den essenziellen Omega 6 Säuren sowie Selen und Vitamin D3 massiv an. Diese Tatsache ist für eine korrekte molekulare Therapie von entscheidender Bedeutung, denn bei einer Stoffwechselstörung wie dieser muss die Dosis entsprechend angepasst werden.

Die Genetik, nicht die Epigenetik kann hier auch interessant sein, denn bei einigen Menschen gibt es sogenannte Punktmutationen, die dazu führen können das sie bestimmte Vitamine nicht aktivieren können und damit nicht verwerten können. Ein Beispiel hierfür ist das Vitamin B6. Bei einer Punktmutation des genetischen Codes für die Pyridoxinphosphatoxidase (PNPO) kann Vitamin B6 nicht oder nur sehr bedingt verwertet werden, sondern hier benötigt der Organismus vorwiegend die aktive Formen des Vitamin B6 das P5P.

Ein ähnliches Beispiel ist das Enzym Tryptophan-Hydroxylase (TPH). L-Tryptophan wird durch das Enzym Tryptophan-Hydroxylase (TPH) in L-5-Hydroxytryptophan (L-5-HTP). Besteht hier eine Punktmutation, wird dieses Enzym nicht oder mit eingeschränkter Funktion hergestellt und Tryptophan kann somit kaum verwertet werden. Menschen mit dieser Mutation brauchen dann dringend 5 http, also die aktive Form des Tryptophans.

Sie sehen also wie mannigfaltig die Ursachen für einen Dysbalance geratenen Neurotransmitterhaushalt sein können und wie differenziert man vorgehen kann um die Ursache dafür zu finden.

Ein entscheidender Aspekt hierbei ist: Messen und Wissen ist Macht über den eigenen Neurotransmitterhaushalt und befähigt handlungsfähig also selbstwirksam zu werden.

Selbstwirksamkeit ist ein, wenn nicht der springende Punkt, wenn es um die Transformation von krankhaften Symptomen geht. Denn die eigenständige bewusste Verarbeitung gibt Stärke, Stabilität, Kraft und Zuversicht.

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Nichts leichter als das: Rufen Sie an unter 09171/1700, senden Sie eine E-Mail an: praxis@mein-bluttuning-old. Oder nutzen Sie bequem das Kontaktformular auf unserer Website. Wir sind jederzeit für Sie da und stehen Ihnen bei gesundheitlichen Problemen zur Seite.

Magnesium für Langlebigkeit: Mineralstoff mit Power

Magnesium für Langlebigkeit: Mineralstoff mit Power

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Haben Sie sich schon mal gefragt, wie Sie Ihre Lebensqualität verbessern und gleichzeitig Ihre Lebensdauer – Englisch: longevity – erhöhen können? Ein oft unterschätzter Helfer ist Magnesium. Der essenzielle Mineralstoff spielt eine Schlüsselrolle in vielen Prozessen unseres Körpers und kann Sie dabei unterstützen, im Alter gesund und fit zu bleiben.

Mineralstoff mit Power

Magnesium ist an über 300 Prozessen in Ihrem Körper beteiligt und dient als Kofaktor für mehr als 600 Enzyme. Es spielt eine entscheidende Rolle bei einer Vielzahl biochemischer Reaktionen und zellulärer Funktionen. Besonders wichtig ist Magnesium für die Reizübertragung, die Muskelkontraktion, die Regulierung des Herzrhythmus, den Gefäßtonus, den Blutdruck und den Knochenstoffwechsel.

Dieses kleine, aber mächtige Mineral ist ein echter Alleskönner: Es unterstützt die Energieproduktion, hilft, den Blutzuckerspiegel stabil zu halten, und fördert die Proteinsynthese. Ohne Magnesium läuft im Körper einfach nichts rund. Es sorgt dafür, dass all diese Prozesse reibungslos ablaufen und Sie sich gesund und vital fühlen können. Aber Magnesium leistet noch weitaus mehr!

Magnesium im Körper:  Dem Altern entgegenwirken

Eine spezielle Magnesium-Verbindung, das Magnesium-L-Threonat kann die Blut-Hirn-Schranke passieren und eine Gedächtnisschwäche ausgleichen. Eine aktuelle Studie zeigt, dass diese Form des Magnesiums sowohl das Kurzzeit- als auch das Langzeitgedächtnis verbessern kann.

Dazu fördert Magnesium-L-Threonat die Entstehung neuer Synapsen im Gehirn. Diese Verknüpfungspunkte im präfrontalen Kortex und Hippocampus, die mit dem Alter oft abnehmen, nahmen mit dieser Form des Magnesiums im Rahmen der Studie nachweislich zu.

Vielleicht zeichnet sich hier eine neue, nebenwirkungsfreie Möglichkeit zur Prävention und Behandlung von Demenzerkrankungen wie Alzheimer ab. Eine spannende Entwicklung, die das Potenzial hat, die Gehirngesundheit nachhaltig zu verbessern und somit zu einem längeren und gesünderen Leben beizutragen!

Warum Magnesium für ein langes Leben wichtig ist

Der essenzielle Mineralstoff verbessert die Herzgesundheit

Wussten Sie, dass Magnesium eine entscheidende Rolle für die Herzgesundheit spielt? Es unterstützt das Herz-Kreislauf-System auf vielfältige Weise und hilft, das Risiko von Herzkrankheiten zu senken. Es ist essenziell für die Aufrechterhaltung eines stabilen Herzrhythmus. Es reguliert die elektrische Aktivität des Herzens und kann so Herzrhythmusstörungen vorbeugen.

Ein weiterer Pluspunkt: Magnesium entspannt die glatte Muskulatur der Blutgefäße. Das führt zu einer Erweiterung der Arterien, was den Blutdruck senkt und die Durchblutung verbessert. Ein niedrigerer Blutdruck reduziert das Risiko von Herzinfarkten und Schlaganfällen – klingt gut, oder?

Dieses Mineral hilft auch, den Cholesterinspiegel im Gleichgewicht zu halten. Es senkt das „schlechte“ LDL-Cholesterin und erhöht das „gute“ HDL-Cholesterin. Ein gesundes Cholesterinprofil ist wichtig, um Ablagerungen in den Blutgefäßen zu verhindern und die Herzgesundheit zu bewahren.

Und schließlich hat Magnesium entzündungshemmende Eigenschaften. Chronische Entzündungen sind ein Risikofaktor für Herzkrankheiten, und dieses Mineral kann dazu beitragen, Entzündungen im Körper zu reduzieren.

Magnesium unterstützt Knochen und Muskeln

Wussten Sie, dass etwa 60 % des Magnesiums in Ihrem Körper in den Knochen gespeichert sind? Das Mineral hilft, die Knochendichte zu erhalten und ist entscheidend für die Muskelkontraktion und -entspannung. Magnesium kann Muskelkrämpfe und -verspannungen lindern bzw. sie gar nicht erst entstehen lassen. Darüber hinaus spielt es eine wichtige Rolle bei der Aktivierung von Vitamin D. Das „Sonnenhormon“ ist für die Kalziumaufnahme und die Knochengesundheit essenziell. Ein ausreichender Magnesiumspiegel unterstützt die Regeneration der Muskeln nach dem Training und kann so die sportliche Leistung verbessern.

Es kurbelt den Stoffwechsel an

Magnesium beeinflusst die Insulinempfindlichkeit: Es hilft dabei, den Blutzuckerspiegel stabil zu halten und kann so das Risiko für Typ-2-Diabetes verringern. Außerdem unterstützt Magnesium die Aktivität zahlreicher Enzyme, die an der Energieproduktion beteiligt sind. Diese Enzyme helfen, Kohlenhydrate und Fette in Energie umzuwandeln, was den Stoffwechsel ankurbelt.

Magnesium beruhigt Nerven und Gehirn

Magnesium ist ein echter Helfer, wenn es darum geht, Nerven und Gehirn zu beruhigen. Haben Sie gewusst, dass es die Freisetzung von erregenden Neurotransmittern hemmt und gleichzeitig die Produktion von Glückshormonen wie Serotonin fördert? Serotonin sorgt für gute Laune und kann helfen, Depressionen und Angstzustände zu mildern.

Darüber hinaus unterstützt Magnesium das Stressreaktionssystem Ihres Körpers. Es hilft bei der Regulierung der sogenannten HPA-Achse. Die Hypophyse (Hirnanhangsdrüse, Gehirn) steuert die Hormondrüsen unseres Körpers mit Botenstoffen. Sie steuert auch die Nebenniere insbesondere bei Streß zur Cortisolproduktion an. Magnesium beruhigt dieses System. Weniger Cortisol bedeutet weniger Stress und ein entspannteres Nervensystem​.

Magnesium kann auch die Schlafqualität verbessern: Das vielseitige Mineral hilft bei der Produktion von Melatonin, dem Hormon, das den Schlaf-Wach-Rhythmus steuert. Guter Schlaf hilft Ihnen, sich ausgeruht und ausgeglichen zu fühlen​.

Magnesiumbedarf: Wie viel Magnesium brauchen Erwachsene?

Selbst die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) erkennt mittlerweile, dass Magnesium wichtig ist und spricht von „etwa 300 Milligramm für Frauen und etwa 350 Milligramm Magnesium für Männer pro Tag“.

Wir schätzen nicht wir MESSEN !

Am besten einen Wert von 1,0 mmol/L

Magnesium als NEM oder Infusion: Supplemente

Nahrungsergänzungsmittel sind eine gute Option o.g. Spiegel erreichen zu können.

Besonders empfehlenswert sind Magnesiumpräparate in Form von Magnesium-, citrat,-gylcinat,-threonat oder gleich eine Kombination aus den Dreien. Aminosäure gebundene Formen werden unserer Erfahrung nach besonders gut aufgenommen.

Sollte es gar nicht funktionieren oder Magnesium zu stark abführend wirken, können auch Infusionen unter engmaschiger Laborkontrolle helfen – ein Wundermittel gegen Verspannungen!

Wer´s kennt; Hier geht innerlich die Sonne auf.

Magnesiumpower aus der Natur

Wie bekommen Sie genug Magnesium? Ganz einfach: Essen Sie die richtigen Lebensmittel und/oder supplementieren Sie! Hier sind einige magnesiumreiche Nahrungsmittel, die Sie ganz einfach in Ihre Ernährung einbauen können:

  • Nüsse und Samen: Mandeln, Cashewnüsse, Kürbiskerne
  • Grünes Blattgemüse: Spinat, Grünkohl, Mangold
  • Hülsenfrüchte: Bohnen, Linsen, Kichererbsen
  • Fisch: Lachs, Makrele, Heilbutt

Fazit: Magnesium für ein langes und gesundes Leben

Magnesium ist ein wahres Multitalent und spielt eine entscheidende Rolle für Ihre Gesundheit und Langlebigkeit. Es unterstützt Herz, Knochen, Muskeln und das Nervensystem.

Achten Sie darauf und messen Sie! Ihr Körper wird es Ihnen danken!

Quellen

  • Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (Abruf vom 22.07.2024): Magnesium
(https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/magnesium/)
  • Focus online (Abruf vom 21.07.2024): Gegen Krämpfe und Verstopfung. So wirkt die Wunderwaffe Magnesium
(https://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/immunsystem/magnesium-so-wirkt-die-wunderwaffe-gegen-kraempfe-und-verstopfung_id_9162516.html)
  • NetDoktor (Abruf vom 20.07.2024): Magnesiummangel
(https://www.netdoktor.de/laborwerte/magnesium/magnesiummangel/)

Kontakt

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Nichts leichter als das: Rufen Sie an unter 09171/1700, senden Sie eine E-Mail an: praxis@mein-bluttuning.de Oder nutzen Sie bequem das Kontaktformular auf unserer Website. Wir sind jederzeit für Sie da und stehen Ihnen bei gesundheitlichen Problemen zur Seite.

Checken Sie Ihren Kontostand: große Blutanalyse

Checken Sie Ihren Kontostand: große Blutanalyse

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Ein Synonym für Selbstreflektion ist Introspektion: „zu lateinisch introspectus = das Hineinsehen lt. Duden.

Hineinsehen machen wir für viele Menschen, jeden Tag. Nämlich in Ihr Blut!

Mit großer Blutanalyse und Aminogramm

Wir schauen hinein in Sie, insbesondere in Ihre Bio- und Körperchemie

Warum?

Das Amiogramm zeigt Ihnen Ihren biochemischen Kontostand in Soll und Haben an! Wie auf der Bank!

Stand der Dinge im Vergleich zu gesunden Athleten

Unterm Strich Ihr Potenzial, also die biochemische Grundlage, die SIE sich schaffen können, für:

Ausdauer

  • Die BCAAs zeigen Ihnen zum Beispiel Ihr Potenzial in Bezug auf Ihre Ausdauer an.
  • Virale Abwehr insbesondere Herpesviren (EBV, Gürtelrose) Methionin und Lysin; Methionin schaltet zusätzlich Krebs Gene stumm

Die Stimmung

  • Phenylalanin für die Produktion von Dopamin, Ihrem Antriebshormon. (Siehe News von Kyra Kaufmann „Vergessenes Glückshormon Dopamin“)
  • Tryptophan hier ganz entscheidend der Ausgangsbotenstoff für den Chefneurotransmitter Serotonin. Ihrem Glückshormon. Bei Tryptophan, wie Sie bereits wissen, sollte natürlich immer, wenn der Verdacht einer chronischen Entzündung oder silent Inflammation besteht, entsprechende Verarbeitungsenzyme wie die IDO mitkontrolliert werden, damit die Entzündung sich nicht verschlechtert (siehe News von Frau Dr. Jacoby „Tryptophan ganz gezielt“).

Durchblutung

  • Arginin Gefäße sollen ja des Öfteren weitgestellt werden bei Sport, Durchblutung, Libido. Das geht mit dem NO (Stickstoffmonoxid) aus dem Arginin, welches die glatte Muskulatur der Gefäße entspannt und dadurch einen größeren Durchmesser der Gefäße erzeugt.

Vorsicht! Hier kann es ein zu Viel geben! Insbesondere im Verhältnis zu Lysin. Stichwort Nitrosativer Stress. Kann durch ausreichend Lysin, Vitamin B12 und Antioxidantien abgefangen werden auch b e v o r Herpes entsteht. Sonst werden Gefäße oder Mitochondrien „gestreßt“ Zellkraftwerke (Mitochondrien) ermüden und Gefäße werden geschädigt…die dann repariert werden müssen:

Reparatur von Blutgefäßen

  • Threonin

Blutbildung

  • Histidin

Histidin ist ein essentieller Anteil an dem Sauerstoffträger Hämoglobin, das Sauerstoff zu Ihren Zellen transportiert. Verbrauchen Sie bei Allergien, da hieraus auch Histamin gebildet wird.

Fettverbrennung

  • Taurin

Essentiell für Ketose

  • Leucin und Lysin

Hier also ein kurzer Abriss über das Aminogramm, sprich die Innenschau die wir täglich für Sie vornehmen und einige wenige Funktionen der Aminosäuren. Für Strunzianer nichts Neues.

Was brauchen und verbrauchen Sie – Soll oder Haben?

Wird jetzt schon seit über 50 Jahren gemessen und mit entsprechendem Erfolg korrigiert.

Sie wissen was über dem Orakel von Delphi steht und…

Wie oft schauen SIE auf Ihren Kontostand?!

Wir alle 3 Monate!

PS: Die Vitamine, Spurenelemente und Mineralien die für die o.g. Funktionen notwendig sind werden ebenfalls in jeder großen Blutanalyse mit frohmedizinischen Werten verglichen.