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Parasitenmittel und Krebs

Inhaltsverzeichnis

Parasitenmittel und Krebs: Was steckt dahinter?

Den US-amerikanischen Biologen Dr. Seyfried sollte man kennen.

Biologe. Krebsforscher. Professor am Boston College.

Seit Jahren arbeitet er an Krebs und Ketose! Weiß um den Warburg Effekt, hat sich also mit Art der Energiegewinnung von mutierten Zellen intensiv befasst.

2017 hat er sein sogenanntes Press – Pulse Konzept erstellt:

„Press“ – langfristiger Stoffwechseldruck

„Press“ meint bei Seyfried langanhaltender Stoffwechseldruck auf den Tumor durch:

  • ketogene Ernährung oder reduzierte Energiezufuhr.

Ziel: Glukose-Entzug

Verzicht auf Glutamin, weil Glutamin die bevorzugte Ausgangssubstanz für die Zuckerneubildung in der Niere ist und somit bei vermehrtem Konsum die Ketose knackt

„Pulse“ – gezielte kurzfristige Interventionen

„Pulse“ meint zusätzliche kurzfristige Interventionen, die den Tumorstoffwechsel vorübergehend zusätzlich noch stärker belasten.

Dazu zählen Strategien, die:

  • die Nutzung von Glukose oder Glutamin erschweren
  • die Zellteilung behindern
  • den metabolischen Stress auf die Krebszelle zusätzlich erhöhen

Parasitenmittel im Kontext von Krebs

Und jetzt wird es spannend.

Sie haben in den sozialen Medien bestimmt schon viel über Parasitenmittel gehört die gegen Mutationen also Krebs eingesetzt werden.

Nun soll diese News keine Anleitung dazu werden, aber sie soll den molekularen Hintergrund dazu beleuchten.

Als „Intervention“ sieht Seyfried z.B. eben auch Parasitenmittel wie Mebendazol, Fenbendazol und Ivermectin!

Forschung und Patentlage

Und siehe da die Johns Hopkins University ist Inhaberin des US-Patents 11,110,079 B2, das am 7. September 2021 erteilt wurde:

https://patents.google.com/patent/US11110079B2/en

Hierbei geht es um eine bestimmte kristalline Variante des Parasitenmittels Mebendazol, dem sogenannten Polymorph C, das besonders gut gehirngängig ist und deshalb bei Glioblastomen eingesetzt werden soll.

Fallbeispiel Joe Tippens

Was aber genau bewirken diese Parasitenmittel und warum gibt es so eindrucksvolle Beispiele wie das von Joe Tippens?!

NACH seiner abgeschlossenen Chemo und doppelter Bestrahlung, bei metastasiertem kleinzelligem Lungenkrebs folgte ein PET-CT das man zur Metastasensuche verwendet – Sie wissen: radioaktiv markierter Zucker in die Vene gespritzt, der sich sofort v.a. in Tumorzellen, also schnellstoffwechselnden, zuckerverarbeitenden Zellen anreichert. Unter dem Scanner strahlen diese dann radioaktiv und leuchten auf dem Bildschirm.

„Ich leuchtete wie ein Weihnachtsbaum“ sagt er – so viele Metastasen konnte man dort sehen!

Zusätzlich zu einer klassischen onkologischen Immuntherapie führte er unter kalorienreduzierter Ketose ein Protokoll mit Fenbendazol, Vitamin E, CBD-Öl und Curcumin durch.

Nach eigenen Angaben ist er metastasenfrei…zusätzlich häufen sich die Fallberichte über ähnliche Fälle.

Nachzulesen hier: https://mycancerstory.rocks/joe-tippens-presentation.html

Immerhin gibt es Phase I Studien über diese Stoffe.

Für Strunzianer logisch! BIO-logisch…:

Doch wie lässt sich das erklären?

Mebendazol

Mebendazol ist deshalb so interessant, weil es eben nicht nur als Störer der Zellteilung auf die Zellorganellen (Mikrotubuli) zielt, sondern eben gerade, weil es essenzielle Proteine des Glukosestoffwechsels trifft und somit die Zuckerverwertung also die Glykolyse hemmt!

Mit einem Satz:

Ketose senkt den Zucker-Nachschub und Mebendazol stört die Zucker-Verwertung und die Zellteilung

Genau deshalb passt Mebendazol so sauber in unser und Seyfrieds Denken.

Und deshalb ist auch das Zitat dieser Arbeit: „Mebendazol zielt auf essentielle Proteine im Glukosestoffwechsel ab, die zum Tod von Magenkrebszellen führen“ so stark:

„Insgesamt liefern unsere Ergebnisse weitere Beweise für den antitumoralen Wirkmechanismus von MBZ(Mebendazol) gegenüber GC(Magenkrebszellen)-Zellen und zeigen die metabolische Neuprogrammierung als potenziellen Bereich bei der Entdeckung neuer pharmakologischer Ziele für GC-Chemotherapie.“

https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0041008X23002697

Klarer kann man es kaum sagen! Metabolische Neuprogrammierung.

Fenbendazol

Fenbendazol: Gleiche Familie. Gleiche Richtung. Ähnliche Geschichte.

Fenbendazol gehört zur selben Wirkstoffgruppe wie Mebendazol.

Und auch hier zeigt die aktuelle Übersichtsarbeit dieselbe Richtung:

  • Hemmung der Glykolyse
  • Herunterregulation der Glukoseaufnahme
  • zusätzlicher oxidativer Stress für die Krebszelle
  • Förderung von Apoptose

Das heißt: nicht nur irgendein Effekt auf Tumorzellen, sondern– „Push“ und „Pulse“ in einem.

Also wieder dieselbe Logik, die Ihnen schon bekannt ist:

weniger Zucker im System – weniger Zucker in der Tumorzelle – weniger Spielraum für Wachstum.

Ivermectin

Hier läuft es ähnlich aber etwas anders ab:

Ivermectin greift in den Tumorzellstoffwechsel, das Wachstum, Überleben von Tumorzellen und der Zuckerverwertung (Glykolyse) ein: Ivermectin stört hierbei die glukosegetriebene Aufrechterhaltung des Wachstumsmodus.

Anders formuliert:

Ketose nimmt dem Tumor den bevorzugten Treibstoff. Ivermectin stört die Programme, die diesen Treibstoff in Wachstum übersetzen.

Zusammenfassung

Das eigentliche Prinzip bleibt klar:

Ketose nimmt dem Tumor den Treibstoff, die antiparasitären Mittel stören zusätzlich seine Fähigkeit, diesen Treibstoff zu verwerten, wobei Glutamin in Seyfrieds Modell der zweite große Brennstoff für Tumorzellen ist, der in diesem Zusammenhang weggelassen werden sollte.

Da das Protokoll natürlich parallel zu einer Antikörpertherapie genommen wurde bleibt natürlich die Frage offen was genau jetzt diese Remission bewirkt hat!

Für die einen mehr, für die anderen weniger…

Quellen

  1. Seyfried TN. Thomas N. Seyfried – Biology Department – Boston College [Internet]. Chestnut Hill (MA): Boston College; [cited 2026 Mar 31]. Available from: Boston College faculty directory. (https://www.bc.edu/bc-web/schools/morrissey/departments/biology/people/faculty-directory/thomas-seyfried.html)
  2. Seyfried TN, Yu G, Maroon JC, D’Agostino DP. Press-pulse: a novel therapeutic strategy for the metabolic management of cancer. Nutr Metab (Lond). 2017;14:19. (https://link.springer.com/article/10.1186/s12986-017-0178-2)
  3. da Silva EL, Mesquita FP, Aragão DR, Sousa Portilho AJ, Marinho AD, Oliveira LLB, et al. Mebendazole targets essential proteins in glucose metabolism leading gastric cancer cells to death. Toxicol Appl Pharmacol. 2023;475:116630. (https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0041008X23002697)
  4. Nguyen J, Nguyen T, Han B, Hoang B. Oral Fenbendazole for Cancer Therapy in Humans and Animals. Anticancer Res. 2024;44(9):3725-35. (https://ar.iiarjournals.org/content/44/9/3725)
  5. Pai C, et al. Ivermectin as an Alternative Anticancer Agent: A Review of Its Mechanisms and Potential. Pharmaceuticals (Basel). 2025;18(10):1459. (https://www.mdpi.com/1424-8247/18/10/1459)
  6. Lotfalizadeh N, Gharib A, Hajjafari A, Borji H, Bayat Z. The Anticancer Potential of Ivermectin: Mechanisms of Action and Therapeutic Implications. J Lab Anim Res. 2022;1(1):52-59. (jlar.rovedar.com)
  7. Johns Hopkins University, assignee. Mebendazole polymorph for treatment and prevention of tumors. US patent US11110079B2. 2021 Sep 7. Cited via review summary. (https://www.mdpi.com/2072-6694/11/9/1284)
  8. https://www.nature.com/articles/s12276-023-00971-9
Allergie: Barriere-Störung

Allergie: Barriere-Störung

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Allergie beginnt nicht beim Pollen, sondern bei der Barriere.> Viele denken: Pollen rein. Körper überreagiert. Allergie. Klingt logisch. Ist aber zu kurz gedacht! Vor der allergischen Reaktion steht die viel ursächlichere Frage:

Wie gut ist eigentlich unsere Grenzfläche zur Außenwelt geschützt?

Haut, Schleimhäute, Darm — das alles ist nicht einfach Verpackung. Das ist lebendige Abwehr.

Und genau hier kommt das Mikrobiom ins Spiel. Ein gesundes, vielfältiges Mikrobiom hilft, problematische Keime kleinzuhalten, die Barriere zu stabilisieren und das Immunsystem zu beruhigen. Es entscheidet mit darüber, ob Allergene eben erst mit unserem gesunden Biofilm in Kontakt kommen oder direkt mit unseren Zellen – was eben dann zur allergischen Reaktion führen kann.

Besonders gut sieht man das bei Neurodermitis. Dort zeigt sich immer wieder dasselbe Muster: weniger mikrobielle Vielfalt gibt Platz für extreme problematische Keime, die mehr Entzündung, mehr Barriereschaden auslösen können.

Mit anderen Worten: Wenn das Gleichgewicht kippt, wird die Schutzfunktion schwächer — der Barriere Schutz reißt ab und das Allergen erreicht direkt das Immunsystem – dieses reagiert – immer schneller und heftiger: Allergie

Die eigentliche Botschaft lautet deshalb: Nicht nur das Allergen zählt. Der Zustand der Barriere ist entscheidend.

Auch für den Zusammenhang zwischen früher Entwicklung des Darmmikrobioms und die spätere Neigung zu Allergien häufen sich die Hinweise. So sind zum Beispiel Kinder die durch Kaiserschnitt geboren wurden und die nicht gestillt wurden häufiger von Allergien betroffen, da sie mit einem unausgereifterem Mikrobiom ins Rennen gehen.

Das erklärt auch, warum man in der Praxis immer wieder beobachtet: Wird das mikrobielle Milieu stabilisiert, die Vielfalt unterstützt, dann wird oft auch die Allergie ruhiger. Wird die Barrierefunktion gestärkt, reagiert das System häufig gelassener.

Wird das Mikrobiom sinnvoll unterstützt, bessern sich bei manchen Menschen auch die Beschwerden.

Und genau deshalb lohnt es sich, bei Allergien nicht nur nach dem Auslöser zu suchen, sondern für ein stabiles Mikrobiom von Haut, Schleimhaut, Darm zu sorgen.

Praktisch bedeutet das: Allergie ist nicht nur ein Immunantwort! Sondern auch ein Barriereproblem.

7 Tipps zur Unterstützung eines gesunden Mikrobioms nicht nur bei Allergie:

  • Zurück zu echtem Essen. Zur Natur. Was man Jagen und Sammeln kann, möglichst unbehandelt
  • Keine verarbeiteten Nahrungsmittel
  • Fermentiertes Obst und Gemüse
  • Selbstgemachtes Joghurt, Kefier, Sauermilch
  • Knochenbrühen als Aufbaukost nutzen. Enthalten äußerst bioverfügbares Kollagen für den Darm. Das kann die Entzündung hemmen.
  • Auch ein Leaky Gut kann über eine Mikrobiomanalyse am besten diagnostiziert werden. Dann kommen gezielte Bausteine wie z.B. Glutamin ins Spiel um die Darmbarriere wieder herzustellen
  • Präbiotika und Probiotika gezielt mittels Mikrobiomanalyse statt wahllos. Denn die Frage ist welche Keime fehlen Ihnen genau?

5 Tipps zur schnellen Abhilfe – bis sich die Barriere erholt hat

  • SAMe: Unterstützt die Methylierung und damit den intrazellulären Histaminabbau über die Histamin-N-Methyltransferase.
  • Vitamin B6: ist an zentralen Enzymreaktionen Histaminstoffwechsels beteiligt und kann bei funktioneller Unterversorgung die Regulationsfähigkeit verschlechtern.
  • Vitamin C: antioxidativ, entlastet entzündliche Prozesse und ist beim Histaminabbau beteiligt.
  • Zink: Stärkt Schleimhäute und Tight Junctions, unterstützt die Immunbalance und hilft, eine allergische Schieflage zu rebalancieren.
  • Magnesium: entlastet ein überreiztes System, insbesondere Nervensystem und die immunologische Regulation.
Gibt´s übrigens auch alles als Infusion, wenn´s schnell gehen soll!

Gerne informieren wir Sie:

Privatpraxis dr. med. univ. Dieter Schmidt

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Tel. 09171 1700

Quellen

[1] Hülpüsch C, Rohayem R, Reiger M, Traidl-Hoffmann C. Exploring the skin microbiome in atopic dermatitis pathogenesis and disease modification. J Allergy Clin Immunol. 2024;154(1):31-41. doi:10.1016/j.jaci.2024.04.029. https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0091674924005013

[2] Di Domenico EG, Cavallo I, Bordignon V, Prignano G, Sperduti I, Gurtner A, et al. Staphylococcus aureus and the Cutaneous Microbiota Biofilms in the Pathogenesis of Atopic Dermatitis. Microorganisms. 2019;7(9):301. doi:10.3390/microorganisms7090301. https://www.mdpi.com/2076-2607/7/9/301

[3] Monaco CL, Insel R, Järvinen KM. Gut microbiome in the first 1000 days and risk for childhood food allergy. Ann Allergy Asthma Immunol. 2024;133(3):252-261. doi:10.1016/j.anai.2024.03.010.

https://www.scilit.com/publications/ddca67f54cda9a4dc1e89f6f5dd4b3b5

[4] Robbins E, Koueik J, Singh AM, Frischmeyer-Guerrerio PA, Hourigan SK. Role of the Early-Life Microbiome in the Development of Food Allergy. J Allergy Clin Immunol Pract. 2025. Verfügbar unter der Verlagsseite. Eine DOI konnte ich in den hier zugänglichen Treffern nicht sicher verifizieren. https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S2213219825011778

[5] GAPS. Gut and Psychology Syndrome. Wie Darm und Psyche sich beeinflussen. Natürliche Behandlung von Autismus, AD(H)S, Dyspraxie, Legasthenie, Depression und Schizophrenie. Dr. Natasha Campell-McBride. 2015 Naranya Verlag

COMT-Genetik, Stresshormone, Entgiftung, Endometriose

COMT-Genetik, Stresshormone, Entgiftung, Endometriose

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Stresshormone und Entgiftung auch bei Endometriose – Genetik der COMT

Sie glauben, Stress ist ein Gefühl? Sie haben Recht, aber Streß ist auch Biochemie.

Bei Streß schütten Sie die Stressbotenstoffe Dopamin, Adrenalin und Noradrenalin aus. Diese dienen der körperlichen Reaktion auf gefährliche Situationen im Leben im Sinne von Flucht oder Kampf, also Alarm, Spannung. Wachheit. Leistung.

Wenn die Situation beendet ist müssen diese Stoffe hinterher wieder weg, sprich abgebaut und entschärft werden.

Dreh- und Angelpunkt hierbei ist wie so oft ein Enzym, um das es in dieser News gehen soll: COMT (Catecholamin-=-Methyl-Transferase)

Es ist entsprechend seiner Leistung/Effizienz schnell – mittelmäßig oder langsam angelegt. Dies ist von zentraler Bedeutung und hat sehr viel damit zu tun wie wir auf Streß reagieren und wie lange dieser nachhallt. Aber hierzu später mehr.

COMT und Östradiol

COMT – die Müllabfuhr für Streßhormone, aber auch Östradiole

COMT baut Catecholamine wie Dopamin, Adrenalin und Noradrenalin ab. Das ist die Hauptaufgabe der COMT.

Als Nebenschauplatz ist es aber auch noch für den Abbau von Östradiolen zuständig, und hier wird´s spannend, denn Östradiol muß bei Frau wie Mann ebenfalls abgebaut werden.

Nein, das ist kein reines Frauenproblem!

Zwar ist Östradiol das Weiblichkeitshormon schlecht hin bei der Frau, aber auch bei uns Männern entsteht es durch einen gesunden Testosteronspiegel über die Umwandlung durch die Aromatase. Auch bei uns Männern ist es essenziell für eine gesunde Sexualfunktion und Lustempfinden. Bei beiden Geschlechtern schützt es unsere Gefäße.

Zwei Wege des Östradiol-Abbaus

Einfach gesagt kann Östradiol in zwei Wege abgebaut werden:

  • den gesunden Weg in 2-OH-Östradiol
  • den „ungesunden Weg in 4- OH-Östradiol

4-OH-Östradiol gehört zu den Catechol-Östrogenen und aus ihnen entstehensogenannte Semichinon-/Quinone. Und die stellen ein Problem dar.

Sie werden in Verbindung mit Mutationen in hormonaktiven Geweben gebracht, insbesondere Brust, Gebärmutter, Ovarien und Prostata. Wenndiese nicht rasch entschärft werden, können sie nachhaltigen Schaden anrichten.

Und genau diese will der Körper möglichst rasch entschärfen. Diese Entschärfung macht COMT. Und zwar schon bevor die toxischen Substanzen entstehen!

COMT überführt nämlich 4-OH-Östradiol in einen weniger problematischen Stoff (Methoxy-Metabolit).

Warum Stress problematisch wird

So weit, so gut. Bei Streß beginnt nun das Problem, denn bei massivem Streß wird COMT mit Streßhormonen (Dopamin, Adrenalin, Noradrenalin) überflutet, sozusagen gesättigt! Resultat COMT kann nicht mehr bei der Entschärfung des toxischen 4-OH-Östradiols mitwirken. 4-OH-Östradiol steigt!!! Und mit ihm seine toxischen Metabolite!

4-OH-Östradiol und Metabolite spielen eine Rolle bei der Endometriose..

Hier konnte gezeigt werden, daß in durch Endometriose verändertem Gewebe mehr 4-OH-Östradiolkonzentrationen gefunden wurde.

Unterstützung der COMT

Wichtige Nährstoffe für COMT

Was tun? COMT braucht Hilfe. Ein Enzym arbeitet nicht aus dem Nichts heraus. Es braucht Voraussetzungen:

  • Magnesium ist für COMT wichtig. Fehlt es, läuft das System nicht optimal.
  • Ebenso SAMe (S-Adenosyl-Methionin)

Die Vitamine im Hintergrund der COMT-Funktion

  • Vitamin B12
  • Vitamin B6
  • Vitamin B2

Eiweiß, Methionin, Betaine, Cholin unterstützen indirekt. Eiweiß ist wie immer wichtig, denn ohne ausreichend Eiweiß keine Aminosäuren. Besonders relevant hierbei ist Methionin.

Die zweite Schutzebene: NQO1

Aber was passiert mit den schon entstandenen toxischen Metaboliten (Semichinon-/Quinone)?

Für diese Stoffe hat der Körper eigens ein spezielles Entgiftungssystem. Eine zweite Schutzebene, die wenn die COMT überlastet ist einsetzt NQO1.

NQO1 ist die „Feuerwehr“ für reaktive Stoffe dieser Art. Dieses Enzym löscht sozusagen den schon entstandenen Brand der durch toxische Östradiolmetabolite entstanden ist. Warum ich das schreibe?

Weil wir über die Apotheke Gottes hier eine mächtige Stellschraube in den Händen halten, denn dieses Enzym können wir hochfahren, effektiver machen.

Wir können es bio-hacken!

Sulforaphan als Trigger

Wie? Mit Brokkoli. Genauer noch: mit dem beim Schneiden und Kauen entstehenden Stoff Sulforaphan! Es aktiviert o.g. Schutzprogramm in der Zelle, besser noch es entfesselt es voll und ganz und fährt somit dessen Aktivität nach oben, lässt es effektiver arbeiten.

In einer Studie bei Patienten mit Sichelzellenanämie konnte unter der Einnahme von Brokkolisprossen nach 21 Tagen ungefähr 42–44 % mehr NQO1-mRNA gegenüber dem Ausgangswert gesehen werden!

Sulforaphan fährt aber ebenso die Phase 2 Entgiftung hoch –das ist die Entgiftung, die gegiftete Stoffe aus Phase 1 endgültig (über Leber und Niere) nach draußen schafft, die sozusagen das Überlaufbecken der Klärgrube räumt.

Östradiol sinnvoll steuern

4-OH-Östradiol gar nicht erst entstehen lassen

Was können Sie noch tun? 4-OH-Östradiol gar nicht erst entstehen lassen!

Und hier steht Streßreduktion an aller erster Stelle!

Aber es gibt noch weitere Bio-Hacking-Tools:

Diindolylmethan (DIM / I3C)

DIM und I3C sind keine „Entgifter“ im eigentlichen Sinn, denn sie wirken mehr als Weichensteller: Sie beeinflussen welchen Weg Östrogene im Stoffwechsel bevorzugt nehmen. I3C stammt ebenfalls aus Kreuzblütlern, und im sauren Milieu des Magens wird ein Teil davon zu DIM umgebaut.

Beide helfen mit, daß Östradiol bevorzugt den „gesunden“ 2-OH-Weg nimmt und der Ausgangspunkt für toxische Metabolite (4-OH-Östradiol) gar nicht erst entsteht.

Also gerade bei genetisch langsam angelegter COMT kann helfen:

  • Sulforaphan
  • DIM/I3C

Bei der Verabreichung bioidentischer Hormone ist es aus dieser Sicht eigentlich ein Kunstfehler bei langsamer COMT auf diese Stoffe zu verzichten.

Praxis und Belastung

Weitere unterstützende Faktoren

  • Magnesium, SAMe (S-Adenosyl-Methionin), 5-Methyl-Tetra-Hydro-Folat, Vitamin B12, Vitamin B6, Vitamin B2, Eiweiß, Methionin, Betain, Cholin

Letztere Werte werden standardmäßig im Bluttuning mitbestimmt und auf frohmedizinische Werte angehoben.

ABER: Wie schnell ist Ihre COMT?

Kennen Sie Ihre Gene?

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PS: Was die COMT belastet

Natürlich bedarf es keiner großen Gedankensprünge auf den Schluß die COMT nicht zusätzlich mit Stoffen zu belasten die ebenfalls über sie abgebaut werden. Dies würde die Enzymlast natürlich erhöhen:

Stoffe, die COMT belasten können:

  • Das tut besonders weh: Café! Insbesondere die darin enthaltene Caffeinsäure
  • Coffein eher indirekt, weil es SAMe verbraucht
  • Quercetin
  • Kurkuma
  • EGCG (in grünem Tee/Matcha), Rutin, Fisetin, Luteolin.
  • Die Dopamin-Vorstufen L-Tyrosin, Phenylalanin, Mucuna pruriens
  • Auch z.B. alter Käse bzw. Tyramin haltige Nahrungsmittel
  • Rhodiola rosea als Adaptogen kann Katecholamine erhöhen und damit die Enzymlast
  • Dunkle Schokolade / Kakaoprodukte insbesondere Phenylethylamin (PEA)
  • Alkohol (erhöht Dopamin)

Auch Medikamente können relevant sein

Bei Pharmaka sind es vor allem das ADHS Medikament Methylphenidat und Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer das massive Dopamin und auch Adrenalin, Noradrenalin freisetzen und damit die COMT Funktion sättigen können.

Quellen

  1. https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0006497119738233
  2. https://lpi.oregonstate.edu/mic/dietary-factors/phytochemicals/indole-3-carbinol
  3. https://link.springer.com/article/10.1007/s43032-020-00383-4
  4. https://www.sciencedirect.com/topics/neuroscience/comt-inhibitor
Schlafstörungen: Low Carb und Magnesium für besseren Schlaf

Schlafstörungen: Low Carb und Magnesium für besseren Schlaf

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Viele Menschen schlafen ausreichend lange und fühlen sich trotzdem nicht erholt. Sie wachen nachts auf, liegen stundenlang wach oder starten morgens erschöpft in den Tag. Die Ursachen für Schlafstörungen sind vielfältig und reichen von Stress über hormonelle Veränderungen bis hin zu Nährstoffmängeln.

Ein häufig übersehener Faktor sind jedoch Blutzuckerschwankungen und deren Einfluss auf die nächtliche Cortisolproduktion. Warum eine kohlenhydratreiche Ernährung den Schlaf beeinträchtigen kann, welche Rolle Magnesium spielt und welche Blutwerte bei Schlafproblemen untersucht werden sollten, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Welche Ursachen können hinter Schlafstörungen stecken?

Schlafstörungen gehören zu den häufigsten Beschwerden in unserer Praxis. Viele Menschen schlafen schlecht, wachen nachts auf oder fühlen sich morgens trotz ausreichender Schlafdauer nicht erholt.

Die Ursachen können sehr unterschiedlich sein. Häufig spielen Stress, hormonelle Veränderungen während der Wechseljahre, Histaminintoleranzen, Übertraining, psychische Belastungen oder Nährstoffmängel eine Rolle. Ein weiterer Aspekt wird jedoch oft übersehen: die Auswirkungen von Blutzuckerschwankungen auf den nächtlichen Schlaf.

Warum ein stabiler Blutzucker für den Schlaf wichtig ist

Während der Nacht nimmt der Körper keine Nahrung auf. Der Blutzuckerspiegel sinkt daher natürlicherweise ab. Bei Menschen, die tagsüber große Mengen schnell verfügbarer Kohlenhydrate verzehren, können die Schwankungen des Blutzuckers stärker ausfallen als bei einer Ernährung mit geringerem Kohlenhydratanteil.

Fällt der Blutzuckerspiegel nachts deutlich ab, aktiviert der Körper verschiedene Regulationsmechanismen, um die Versorgung des Gehirns mit Energie sicherzustellen. Dazu gehört auch die Ausschüttung von Stresshormonen wie Cortisol und Adrenalin.

Für manche Menschen kann dieser Vorgang mit nächtlichem Aufwachen, innerer Unruhe oder Schwierigkeiten beim Wiedereinschlafen verbunden sein.

Cortisol – wichtig am Morgen, störend in der Nacht

Cortisol ist ein lebenswichtiges Hormon. Es folgt normalerweise einem natürlichen Tagesrhythmus. Während der Nacht ist der Cortisolspiegel niedrig. In den frühen Morgenstunden steigt er an und erreicht kurz nach dem Aufwachen seinen Höhepunkt.

Kommt es jedoch bereits nachts zu einer verstärkten Cortisolausschüttung, kann dies den Schlaf unterbrechen. Betroffene berichten häufig davon, regelmäßig zwischen 2 und 4 Uhr morgens aufzuwachen und anschließend nur schwer wieder einschlafen zu können.

Schlafmangel verstärkt den Kreislauf

Schlechter Schlaf kann selbst zu einem erhöhten Stressniveau führen. Der Körper reagiert auf Schlafmangel mit einer verstärkten Aktivierung des Stresssystems. Dadurch können die Cortisolspiegel tagsüber ansteigen.

Viele Menschen kennen zudem das Phänomen, nach einer kurzen oder schlechten Nacht verstärkt Appetit auf Süßigkeiten, Brot, Pasta oder andere schnell verfügbare Kohlenhydrate zu entwickeln. Dadurch können erneut stärkere Blutzuckerschwankungen entstehen.

Kann eine Low-Carb-Ernährung den Schlaf verbessern?

Eine Ernährung mit reduziertem Kohlenhydratanteil kann bei manchen Menschen zu stabileren Blutzuckerwerten beitragen. Dadurch können nächtliche Schwankungen und die damit verbundenen Gegenregulationsmechanismen möglicherweise reduziert werden.

Entscheidend ist dabei nicht der vollständige Verzicht auf Kohlenhydrate, sondern eine individuelle Ernährung mit einem Fokus auf Gemüse, hochwertige Eiweißquellen, gesunde Fette und möglichst unverarbeitete Lebensmittel.## Magnesium als Unterstützung für einen erholsamen Schlaf

Magnesium ist an mehreren hundert Stoffwechselprozessen beteiligt und unterstützt die normale Funktion von Muskeln, Nerven und Energiestoffwechsel.

Ein Magnesiummangel kann sich unter anderem durch innere Unruhe, Muskelverspannungen oder Schlafprobleme bemerkbar machen. Darüber hinaus gibt es Hinweise darauf, dass Magnesium die Regulation von Stresshormonen und die Entspannung des Nervensystems unterstützen kann.

Welche Blutwerte können bei Schlafstörungen sinnvoll sein?

Bei anhaltenden Schlafproblemen lohnt sich häufig ein Blick auf wichtige Laborwerte. Dazu gehören unter anderem:

  • Magnesium
  • Vitamin D
  • Vitamin B12
  • Ferritin (Eisenspeicher)
  • Schilddrüsenwerte (TSH, fT3, fT4)
  • Cortisol
  • Blutzucker und HbA1c
  • Entzündungsmarker

Eineumfassende Blutanalyse kann helfen, mögliche Ursachen für Schlafprobleme gezielt zu erkennen.

Fazit

Schlafstörungen haben oft mehrere Ursachen. Neben Stress, Hormonen und Nährstoffmängeln können auch Blutzuckerschwankungen und eine gestörte Cortisolregulation eine Rolle spielen.

Eine ausgewogene Ernährung mit reduziertem Anteil schnell verfügbarer Kohlenhydrate sowie eine ausreichende Versorgung mit Magnesium können wichtige Bausteine für einen besseren Schlaf sein. Bestehen die Beschwerden dauerhaft, empfiehlt sich eine individuelle Diagnostik, um die tatsächlichen Ursachen zu erkennen.

Kann eine Low-Carb-Ernährung den Schlaf verbessern?

Bei manchen Menschen können stabilere Blutzuckerwerte dazu beitragen, nächtliche Schwankungen von Cortisol und Adrenalin zu reduzieren. Dadurch kann sich die Schlafqualität verbessern.

Wann sollte Magnesium eingenommen werden?

Viele Menschen nehmen Magnesium am Abend ein, da es die Entspannung unterstützen kann. Die optimale Einnahme hängt jedoch von der individuellen Situation und dem verwendeten Präparat ab.

Welche Magnesiumform eignet sich am besten für den Schlaf?

Häufig werden Magnesiumbisglycinat oder Magnesiumcitrat verwendet. Welche Form sinnvoll ist, sollte individuell beurteilt werden.

Welche Blutwerte sollte ich bei Schlafstörungen untersuchen lassen?

Neben Magnesium können unter anderem Vitamin D, Vitamin B12, Ferritin, Schilddrüsenwerte, Cortisol sowie Blutzucker- und Entzündungswerte wichtige Hinweise liefern.

Erkältungszeit: zu viel oder zu wenig

Erkältungszeit: zu viel oder zu wenig

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Ihr Immunsystem ist ein Hochleistungsorgan.

Jeden Tag neutralisiert es unzählige Viren, Bakterien und Umweltgifte. Ohne dass Sie etwas davon merken.

Das ist kein Zufall. Das ist Natur seit Millionen von Jahren! Messbare Biochemie!

Warum scheitert dieses Wunderwerk der Evolution dann doch des Öfteren?!

Wie bei Software Programmen auch liegt die Ursache zu meist beim Anwender (kann Ihnen jeder Informatiker bestätigen). Dies gilt natürlich in erhöhtem Maße für die Soft- sowie die Hardware des Menschen auch und es erscheint wie immer ganz einfach. Ich weiß dies ist praktisch nicht immer so leicht umsetzbar.

Das Zuviel – der Streß !

Streß heißt Cortisol. In der Schulmedizin ein wahres Wundermittel zur Symptombehandlung bei Allergien oder wenn das Immunsystem eben runtergefahren werden soll (z.B. Autoimmunerkrankungen) oder auch bei Gelenkentzündungen (Ischias).

Unterdrückt aber eben das Immunsystem – macht also Infekt anfällig!

Streß ist d e r Faktor! Stichwort Meditation, Atemübungen, autogenes Training. Ja! Auch Joggen ist Streßreduktion! Vielleicht doch das Streßwegbuch lesen?!

Über das Zuviel wissen Sie als aufgeklärte Strunz-Leser sehr gut Bescheid:

  • Zucker
  • schnelle Kohlenhydrate
  • verarbeitete Lebensmittel
  • streßbedingtes Overeating

das führt zu dauerhaft erhöhtem Blutzucker und folglich erhöhtem Insulin.

Insulin wirkt nicht nur stoffwechselregulierend, es kann bei einem dauerhaften Zuviel eben auch das Immunsystem schwächen, indem es eine chronische, unterschwellige Entzündungsreaktion fördert – und somit die gezielte Abwehr gegen akute Infekte schwächt. Gleichzeitig zeigen Studien bei Insulinresistenz und Diabetes, dass wichtige Abwehrzellen langsamer reagieren und weniger effektiv arbeiten.

Auch ein Zuviel an Umweltfaktoren:

  • Mikroplastik
  • Pestizide
  • Lösungsmittel
  • Schwermetalle

Sie erhöhen oxidativen Stress und belasten die zelluläre Abwehr.

  • Auch ein Zuviel an Hygiene (übertriebenes Händewaschen mit Seife und der Einsatz von Wasch- und Desinfektionsmitteln, stören bei intensiver Nutzung Barrierefunktion und das Mikrobiom. Der Biofilm und das Mikrobiom der Haut- und Schleimhäute sind mit entscheidend für das Immunsystem.

Gleichzeitig fehlt oft Entscheidendes, es gibt eben auch ein Zuwenig – messen wir permanent!

Das Immunsystem besteht vorwiegend aus Eiweiß, Antikörper sind Proteine und Immunzellen brauchen Aminosäuren.

Was häufig fehlt:

  • hochwertiges Eiweiß
  • Methionin + Lysin für die virale Abwehr
  • Vitamin C
  • Magnesium
  • Zink
  • Vitamin D – gerade im Winter!
  • Sekundäre Pflanzenstoffe

Das sind die realen Ursachen für Infektanfälligkeit, nicht „Pech“ oder „Zufall“.

Hier messen wir sehr häufig niedrige Werte!

Den Zufall reduzieren wir durch praktisches mit Messen!

Anschließend wird mittels maßgeschneidertem Einnahmeplan auf strunzsche frohmedizinische Werte aufgefüllt – wenn´s schnell gehen muß mit Infusion!

Belastungen werden mittels Apherese reduziert!

Gib dem Körper was er braucht und nimm ihm was ihn stört.

Gerne informieren wir Sie:

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